Gesellenstücke der Tischlerinnung im Internet

2020 keine öffentliche Ausstellung


Akribisch entstanden die Gesellenstücke. von Tischler NRW
Akribisch entstanden die Gesellenstücke. © Tischler NRW

Kreis Olpe. Um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, wird in diesem Jahr der Gestaltungswettbewerb der Tischler-Innung Südwestfalen, „Die Gute Form“ coronakonform organisiert.


Die öffentliche Ausstellung, die für gewöhnlich gut besucht ist, entfällt und wird ins Internet verlagert. Der Wettbewerb „Die Gute Form“ sei auch für die Nachwuchswerbung der Tischler wichtig, betont Obermeister Klaus Reuter. 

Drei angehende Tischlerinnen und 28 Tischler der Tischler-Innung Westfalen-Süd müssen 2020 ihre Prüfungen nach drei Jahren Ausbildung unter erschwerten Bedingungen absolvieren. Mit Hochdruck haben sie an ihren Gesellenstücken gearbeitet, die bis Anfang der 25. Kalenderwoche Woche fertiggestellt sein mussten. 
Mit Hochdruck an Gesellenstücke gearbeitet
Mit viel Abstand und zum Teil auch mit Mund-Nasen-Schutz sind die letzten Handgriffe an den Sideboards, Sekretären und weiteren Möbelstück, die als Abschlussarbeit selbst geplant und gebaut werden mussten, fertiggestellt worden.

„Das Gesellenstück ist für jeden Tischler etwas ganz Besonderes“, sagt Klaus Reuter, Obermeister der Tischler-Innung Westfalen-Süd. Es bekomme oft einen Ehrenplatz in der Wohnung und begleite die meisten Tischler ein Leben lang. „Unsere Prüflinge sind alle wirklich hochmotiviert und man merkt, dass auch in diesem Jahr wieder sehr viel Herzblut in den Stücken steckt“, so Klaus Reuter, der sich freut, dass sich niemand durch Corona entmutigen ließ.

Die Vorsichtsmaßnahmen hätten zwar manchmal die Ausbildung erschwert, doch die Einhaltung der Abstandsregelungen sei für die Kollegen wichtig, ist sich der Obermeister sicher.
Artikel teilen: