„Generelle Lockdowns sind unüberlegt und kontraproduktiv“

Olper Mediziner fordert Lösungen statt Panik


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Kreis Olpe. Der Olper Allgemeinmediziner Dr. Martin Junker nimmt kritisch Stellung zur Bewältigung der Corona-Pandemie. Er wünscht sich, dass in den Medien „Ärzte und Fachkräfte der aktiv tätigen Medizinberufe zu Wort kommen anstatt der Experten, die mit Hochrechnungen und Zahlenspielen nur Panik verbreiten statt Lösungen anzubieten“. Dr. Junker, der auch Leiter der Bezirksstelle Südwestfalen der Kassenärztlichen Vereinigung ist, schreibt:


„Mit jeder vermehrten Schnelltestung muss logischerweise auch die Inzidenz steigen - bei 1 bis 6 Prozent in den hiesigen Testzentren asymptomatischen, positiven Menschen! Ein völlig untauglicher Wert!

Nur durch Isolierung der asymptomatischen, positiven Schnelltest-Probanden kann wirksam die Verbreitung gestoppt werden - also mehr Schnellteste, flächendeckend! Generelle Lockdowns sind Blödsinn, unüberlegt und sogar kontraproduktiv, da sie Depressionen und Insolvenzen provozieren.

Beatmungsgeräte nicht ausgepackt

Die Klagen der Intensivmediziner widersprechen den zeitweiligen Aussagen der Deutschen Krankenhaus-Gesellschaft. Seit keine lukrativen Vorhaltepauschalen mehr für freistehende Betten gezahlt werden (da nicht notwendig), kommen die Klagen auf. Über die Hälfte der 20.000 Beatmungsgeräte wurden noch gar nicht ausgepackt? Ist das drohender Notstand? Auch funktioniert nicht mal vor Ort der Abgleich der Intensiv-Betten-Belegung!

Es gibt keine realen Zahlen über die Intensiv-Bettenbelegung durch echte Corona-Patienten. Die Mehrzahl der Belegung wird durch die „normalen“, notwendig-anderen Intensivfälle bewirkt. Weiterhin gibt es keine realen Zahlen über die tatsächlich durch Corona gestorbenen Patienten - eine traurige Fehlleistung aller Beteiligten!

Dr. Martin Junker von privat
Dr. Martin Junker © privat

Modell- und Hochrechnungen praxisferner Wissenschaftler und Forscher im Elfenbeinturm sind verantwortungslos, und diese sollten persönlich zur Verantwortung gezogen wegen der durch sie verursachten, immensen Kollateralschäden. Wieso untersagt die Ständige Impfkommission die Veröffentlichung einer vorhandenen Studie? Sind die Ergebnisse „zu gut“, um einen weiteren, rigorosen Lockdown zu rechtfertigen?

Wo bleiben die Beweise, wobei und worüber Infektions-Hotspots entstehen und wer wirklich Multiplikator ist? Wieso hat man nicht längst Kindergärten, Schulen usw. mit Luftreinigungsgeräten mit UV-C-Filter ausgerüstet - wo doch Geld offensichtlich keine Rolle spielt? In NRW sind diese hochwirksamen Geräte vom Schulministerium untersagt!

Von niedergelassenen Ärzten lernen

Wann lernen wir endlich von den grundversorgenden, niedergelassenen Ärzten, wie man mit einer Epidemie umgeht? Wieso hat man die Priorisierung nicht anders vorgenommen? Der gefährdete Pflegeheim-Bewohner oder Alte zu Hause wird von den ihn Pflegenden infiziert! Wenn diese als erstes geimpft worden wären, hätten wir zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen: weniger Verteiler mit ihren vielen Intensiv-Kontakten und die Pflegebedürftigen geschützt.“

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