Gehölzpflegesaison auf den Autobahnen startet
Von Oktober bis Februar
- Kreis Olpe, 30.09.2026
- Straße & Verkehr
Südwestfalen. Die Autobahn Westfalen startet am Donnerstag, 1. Oktober, in die Gehölzpflegesaison. Bis Ende Februar erlaubt das Bundesnaturschutzgesetz umfassende Schnittarbeiten. Im Fokus der 18 Autobahnmeistereien stehen dabei Bäume und Sträucher, die die Verkehrssicherheit gefährden könnten.

„Wenn Bäume geschwächt oder Äste abgestorben sind, könnten sie bei Stürmen auf die Fahrbahn stürzen“, sagt Dr. Frank Eilermann, Experte für Grünpflege bei der Autobahn Westfalen. Auch könnten Büsche die Sicht versperren oder Schilder verdecken, Fluchttüren und Nottreppen zuwuchern.
Und auch die Lärmschutzwände und Brücken müssen für die regelmäßigen Kontrollen freigeschnitten werden. „Deswegen ist eine regelmäßige Grünpflege unverzichtbar“, so Eilermann.




Aktuell hat den Bäumen auf den Flächen der Autobahn Westfalen besonders die Trockenheit und Hitze des Sommers zu schaffen gemacht. „Deswegen werden wir noch einige Bäume zusätzlich entfernen müssen, die zu sehr geschwächt wurden“, sagt Eilermann.
„Das wird auch noch auf das kommende Jahr nachwirken, wenn weitere Schäden im Frühjahr offensichtlich werden.“ Dabei werden die Bäume nicht gerodet, also mitsamt der Wurzel entfernt:

„Wir schneiden nur so weit, dass die Gehölze in den kommenden Jahren wieder austreiben und weiterhin Lebensraum für Insekten und andere Kleintiere bieten“. Rodungen finden nur im Vorfeld von Baumaßnahmen statt.
Neben Großgeräten wie Fällgreifern und Großhäckslern kommt auch noch die klassische Handarbeit mit der Kettensäge zum Einsatz. Direkt an der Autobahn wird dabei stärker zurückgeschnitten als in den dahinter liegenden Grünflächen.

Im sogenannten Extensivbereich – also weiter entfernt von der Strecke – werden vor allem die Bäume entfernt, die von den Baumkontrolleuren als krank oder absterbend gemeldet wurden.
Die Kontrolleure sind das ganze Jahr im Einsatz und markieren entsprechende Bäume. Im Ausnahmefall darf sogar auch außerhalb der Gehölzpflegesaison gefällt werden. Teilweise wird das geschnittene Holz von den Meistereien verwertet, etwa mit einer Hackschnitzelheizung.

Das übrige Holz wird direkt an die beauftragten Fremdfirmen verkauft, um die Kosten für die Gehölzpflege zu senken.
