Fortbildung für Pflegefamilien: „Suchtfrei durch die Pubertät“

Wochenende in der Akademie Biggesee


 von Symbol Nils Dinkel
© Symbol Nils Dinkel

Kreis Olpe. Unter dem Motto „Suchtfrei durch die Pubertät“  haben sich jetzt 16 Pflegefamilien in der Akademie Biggesee in Neu-Listernohl getroffen.


Ob Pflegekinder besonders in der Zeit der Pubertät gefährdet sind für eine Suchtabhängigkeit – mit dieser Frage  setzten sich diesmal die Teilnehmer am Fortbildungswochenende des Pflegekinderdienst VIENTO auseinander. Wichtige Antworten und Informationen über entsprechende  Zusammenhänge  lieferten die Referenten Verena Stamm von Caritas-AufWind Fachbereich Suchtprävention und Walter Dreisbach aus der Erziehungsberatung.
Suchtdreieck
Der Pflegekinderdienst VIENTO lädt alljährlich Pflegeeltern zu einem Fortbildungswochenende ein. Diesmal wurden die Gefahren von Suchtabhängigkeit anhand von drei wesentlichen Faktoren – dem sogenannten Suchtdreieck – aufgezeigt: die Wirkung der Suchtmittel, die Haltung beteiligter Personen und die Lebensphase und  Einstellung der Jugendlichen selbst.

Pubertät als Zeit des körperlichen und seelischen Umbaus ist generell für Jugendliche eine besondere Herausforderung. Für Pflegekinder kommt  prägend hinzu, dass sie sich zu zwei Familien zugehörig fühlen (Pflegefamilie und Herkunftsfamilie).
Anregungen für den Alltag
Welche Funktion legale und illegale Suchtmittel für Jugendliche besitzen  im Unterschied zum Erwachsenen wurde von Verena Stamm veranschaulicht, während Walter Dreisbach einige Ausführungen zur Entwicklungsphase Pubertät machte. Wichtige Anregungen für den erzieherischen Alltag, insbesondere der Kommunikation zwischen Eltern und Jugendlichem, wurden anhand von praktischen Beispielen gemeinsam erarbeitet.

Unter Federführung der VIENTO-Mitarbeiterinnen Tanja Maaßen und Petra Vieregge sowie mit Unterstützung von acht Betreuern stand auch eine gemeinsame Aktion der Familien auf dem Programm. 25 Kinder und ihre Eltern waren gefordert, einen Stationsgang mit unterschiedlichen Aufgabenstellungen bis zum Biggedamm zu bewältigen. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Aktivität auf dem dortigen Spielplatz. Mit dem Mittagessen gestärkt machten sich dann die Familien wieder auf den Weg nach Hause.
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