Filmabend des SPD-Kreisverbandes Olpe im Alten Lyzeum

Zum Internationalen Frauentag


Die SPD veranstaltete einen Filmabend zum Internationalen Frauentag. von privat
Die SPD veranstaltete einen Filmabend zum Internationalen Frauentag. © privat

Olpe/Kreis Olpe. Anlässlich des Internationalen Frauentages hatten die Frauen des SPD-Kreisverbandes Olpe zu einem Filmabend ins Alte Lyzeum in Olpe eingeladen.


Da die Veranstaltung in die Woche des „Equal-Pay-Day“, am 7. März, fiel, beglückwünschte Jutta Hecken-Defeld die anwesenden Frauen, die statistisch gesehen an diesem Tag im Jahr zum ersten Mal Geld für ihre geleistete Arbeit bekommen hätten.

Sie wies auf den Gender Pay Gap hin, der unbereinigt immer noch bei 18 Prozent liege und bei 7 Prozent, wenn man Faktoren berücksichtige wie Teilzeit, weniger Frauen in Führungspositionen, Länge der Betriebszugehörigkeit und Beschäftigung von Frauen in schlechter bezahlten Berufen.

„Auf die Länge eines Arbeitslebens gerechnet, kommt da eine Menge Geld zusammen, das Frauen für ihre Arbeit nicht erhalten und das Frauen auch bei der Rente fehlt. Altersarmut ist vor allem ein Frauenthema.“

„Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten“

Jutta Hecken-Defeld verdeutlichte anschaulich, wie hoch das durchschnittliche Bruttoeinkommen im Jahr sein muss, um nur einen Entgeltpunkt für die Rente zu erwirtschaften: „Dieser Betrag lag im Jahr 2022 bei 43.142 Euro und entspricht damit einem Monatseinkommen von 3.595 Euro.“

„Wer Fachkräfte sucht, kann auf Frauen nicht verzichten“, so die Landtagsabgeordnete Christin-Marie Stamm mit Hinweis auf den Fachkräftemangel, über den Wirtschaft und Politik klagen.

„Frauen sind Teil der Lösung. Es müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, damit Frauen Beruf und Familie gut vereinbaren können. Dazu gehört eine gerechte Verteilung der Sorge-Arbeit genauso, wie eine gerechte Entlohnung. Davon sind wir leider noch weit entfernt“, erklärte Jutta Hecken-Defeld.

Frauen spüren Krisen deutlicher

In der Branche Sozial- und Erziehungsdienst, in der mit 83 Prozent überwiegend Frauen beschäftigt sind, werde häufig in Teilzeit gearbeitet, die gegenüber der Vollzeit auch noch schlechter bezahlt werde.

Ob in Teilzeit oder als befristet Beschäftigte spürten Frauen die Folgen der aktuellen Krisen am deutlichsten. Zudem mangele es generell an finanzieller Anerkennung für die Arbeit in den sozialen Berufen.

Mit Hinweis auf den Film „Bombshell – Das Ende des Schweigens“, wollten die Frauen der SPD auf das Problem von sexueller Belästigung am Arbeitsplatz hinweisen: „13 Prozent Frauen und 5 Prozent Männer sind nach einer Studie der Antidiskriminierungsstelle des Bundes davon betroffen“, so SPD-Kreistagsmitglied Anna Orsini.

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