Fabian Brune: EM-Silber krönt starke Leistungen in Dublin

Finnentroper glänzt bei Para-Europameisterschaften


Mit neuer Bestzeit zu Platz zwei und EM-Silber: Fabian Brune trumpfte am von privat
Mit neuer Bestzeit zu Platz zwei und EM-Silber: Fabian Brune trumpfte am © privat

Dublin. Faustdicke Überraschung und „Silber“ in Dublin: Schwimmer Fabian Brune hat bei den Para-Europameisterschaften in der irischen Hauptstadt Platz zwei über 100 Meter Rücken geholt. Es ist der bislang größte Erfolg für den Sportler des VfG Finnentrop, der auch in den drei anderen Disziplinen überzeugte. Die Zusammenfassung.


Brune, der für das deutsche paralympische Schwimm-Team startet, musste in der Startklasse S6 lediglich dem Kroaten Dino Sinovcic, aktuell Führender der europäischen Rangliste, den Vortritt lassen. Der 17-jährige Finnentroper sicherte sich mit einer neuen persönlicher Bestzeit von 1:21,80 Minute die Silbermedaille. Bereits im Vorlauf für das Finale der 100-Meter-Rücken-Distanz im National Aquatic Centre hatte Brune mit 1:24,42 min die zweitbeste Zeit hingelegt.

„Das Gefühl ist einfach superschön. Ich war vor dem Rennen ganz schön angespannt, aber mit jedem Zug im Wasser wurde es besser“, sagte der am vierten Wettkampftag frischgebackene Vize-Europameister nach seinem Erfolg im Becken. „Nach den ersten 50 Metern habe ich gesehen, dass die anderen nah dran sind, und habe dann nochmal richtig Gas gegeben. Als ich dann meinen Namen auf der Anzeigetafel gelesen habe mit einer neuen persönlichen Bestzeit, war ich einfach nur froh."
Freudentränen und Lobeshymnen
Das galt auch für Marion Haas-Faller. „Ich habe mich gefreut wie Bolle und ein paar Tränchen verdrückt. Einfach nur toll, das mitzuerleben”, sagte die Leistungssportreferentin des Behinderten- und Rehabilitationssportverbands Nordrhein-Westfalen (BRSNW). Sie kennt, begleitet und unterstützt Fabian Brune seit nunmehr acht Jahren.

 

Am ersten und zweiten Wettkampftag stand Fabian Brune bereits jeweils über 50 m Freistil und 200 m Lagenschwimmen auf dem Startblock. Mit einem souveränen ersten Start und persönlicher Bestmarke von 0:37,27 min über die Freistil-Sprintstrecke und einer soliden Leistung (3:26,45 min) auf der Lagendistanz verpasste er jeweils als Neunter knapp die Finalläufe.

 

Am sechsten Wettkampftag erreichte der Finnentroper dann Siebter das Finale über 50 m Schmetterling. In der Endrunde toppte er seine Bestzeit dann erneut, schlug nach 0:44,06 min an und holte Platz sechs.

 

Mit seinen Leistungen verdiente sich der 17-Jährige auch ein Lon von Marion Laub, Olympia-Stützpunkttrainerin Para-Schwimmen im Rheinland: „ Fabian ist ein fleißiger, ehrgeiziger junger Mann und das ist der richtige Weg zum Erfolg. Er hat versucht, die Dinge aus dem zweiwöchigen Trainingslager auf Lanzarote (LokalPlus berichtete) umzusetzen. Ich denke mal, dass dort auch der Grundstein für den jetzigen Erfolg gelegt worden ist.”

 

Und auch Martina Döbbeler, Trainerin der Wasserfreunde Finnentrop, lobte ihren Schützling. „Allein die Qualifikation zur EM war schon Wahnsinn. Nun kommt Fabian mit Top-Bestzeiten und sogar einer Medaille nach Hause. Damit habe ich nicht gerechnet. Das wird gefeiert. Wir sind sehr stolz auf Fabian”, sagte Döbbeler. Sie bedankte sich außerdem bei der Gemeinde Finnentrop, die Brune zusätzliche Trainingseinheiten im Finto-Schwimmbad ermöglicht.
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