Experte vermutet: Wichtige Systeme könnten kompromittiert sein

Nach Angriff auf Südwestfalen-IT


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Symbolfoto Cyberkriminalität von Pixabay.com/Gerd Altmann
Symbolfoto Cyberkriminalität © Pixabay.com/Gerd Altmann

Kreis Olpe. Die Folgen des Cyberangriffs auf den kommunalen IT-Dienstleister Südwestfalen-IT könnte sich noch längere Zeit auswirken und die Arbeit in den heimischen Verwaltungen behindern. Das meint der Olper Cyber-Security-Experte Stephan Skrobisch. Er ist stellvertretender Leiter der Technologieabteilung der Firma LANdata IT-Solutions in Olpe.


In einer ersten Bewertung schreibt Skrobisch: „Welcher Angriffsweg beim IT-Dienstleister der Kommunen zum Erfolg geführt hat, lässt sich von außen nur schwer beurteilen. Zumindest ist das komplette Abschalten der Infrastruktur ein starker Indikator dafür, dass wichtige Systeme kompromittiert wurden.

Aktuell ist davon auszugehen, dass die Analyse noch mehrere Tage, wenn nicht sogar Wochen, andauern wird. Dies hängt auch von der Schwere des Angriffes ab. Sollten die Backups ebenfalls betroffen sein, wäre es möglich, dass die kompromittierten Systeme nicht wiederhergestellt werden können.

Der Olper Cyber-Security-Experte Stephan Skrobisch. von privat
Der Olper Cyber-Security-Experte Stephan Skrobisch. © privat

Die Kommunikation mit der Öffentlichkeit und den Betroffenen ist von größter Bedeutung. Die Information der Bürger über alternative Kontaktmöglichkeiten (wie Social Media, Anm. d. Red.) ist ein positives Beispiel für effektive Krisenkommunikation

Nach der Bewältigung der unmittelbaren Folgen des Angriffs ist es entscheidend, die Sicherheitslücken zu schließen und die IT-Infrastruktur wiederherzustellen. Externe IT-Sicherheitsexperten sollten in diesem Prozess eine wichtige Rolle spielen, um sicherzustellen, dass ähnliche Vorfälle in Zukunft vermieden werden.

IT-Sicherheit stärken

Dieser Vorfall unterstreicht die Notwendigkeit, die IT-Sicherheit auf allen Ebenen zu stärken. Die betroffenen Organisationen sollten in Betracht ziehen, ihre Sicherheitsrichtlinien zu überprüfen und zu verbessern, um sich besser gegen zukünftige Cyberbedrohungen zu wappnen. Insgesamt ist dieser Vorfall ein alarmierendes Beispiel dafür, wie anfällig kritische Infrastrukturen für Cyberangriffe sein können und welche weitreichenden Auswirkungen dies auf die Bevölkerung hat.”

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