Es kratzt, es juckt, es zwickt: Über ein Karnevals-Kindheits-Trauma

LP-Glosse


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Das mit Karneval, das ist so eine Sache. Während die einen monatelang auf das närrische Treiben hinfiebern, sämtliche Energie in ein aufwändiges Kostüm stecken und es LIEBEN, sich zu verkleiden, sind die anderen… nun… eher zurückhaltend. Kostüme, Perücken, Clownsnasen, Hüte und Farbe im Gesicht – Horror.

Kann man der Mama vertrauen? Klar!

Wie für die Sauerländerin. Grund dafür ist ein Kindheitstrauma. Sie war klein. So klein, dass die Mama noch über das Kostüm entschied und die Mini keinen Einfluss darauf hatte. Aber da Mama ja bekanntlich die allerbesten Ideen hat, herrschte uneingeschränktes Vertrauen auf Seiten des Töchterchens.

Ein Fehler, wie sich herausstellte. Karneval kam – und mit dem närrischen Treiben auch die Tüte, aus der die Mama stolz eine Verpackung herauszog. Es blitzte grün und rot. Ein Zwerg vielleicht? Ein Clown? Eine Fee???

Blätter um den Hintern, Pott auf den Kopf

Weit gefehlt. Zuerst wurde das Mädchen in eine weiße, kratzende Strumpfhose geschossen. Es folgten große Filzblätter, aufgereiht an einem Band, die um den Hintern gewickelt wurden. Darüber ein juckender weißer Rollkragenpullover, der am Hals fürchterlich zwickte.

Die Krönung landete – wie es sich gehört – auf dem Kopf: Ein großer roter Filzhut, aus dem ein grüner Stängel in die Luft ragte.

Damals wie heute: Rätselraten...

Ihr habt es nicht erkannt? Nicht schlimm. Damals auch keiner. Die Kleine ging als...

... Tulpe. Und hat sich von diesem Erlebnis bis heute nicht erholt...

Daher an die eine Fraktion unter euch: Feiert schön! An die andere: Durchhalten - das nächste Schützenfest kommt bestimmt...

Kerstin Sauer

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