Erstes Profispiel, erstes Tor – und gleich der Siegtreffer

Traumdebüt für Bernie Lennemann bei Hansa Rostock


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Bernie Lennemann hat bei seinem ersten Pflichtspiel für den FC Hansa Rostock am Sonntag, 9. August, auch gleich sein erstes Tor erzielt. von FC Hansa Rostock
Bernie Lennemann hat bei seinem ersten Pflichtspiel für den FC Hansa Rostock am Sonntag, 9. August, auch gleich sein erstes Tor erzielt. © FC Hansa Rostock

Rostock/Kreis Olpe. Besser hätte Bernie Lennemann sein Profidebüt wohl kaum planen können. Der Stürmer aus dem Kreis Olpe, der seit diesem Sommer beim Drittligisten FC Hansa Rostock unter Vertrag steht, feierte am Sonntag, 10. August, nicht nur seinen ersten Einsatz im Profifußball – er erzielte auch sein erstes Tor.


Beim Auswärtsspiel gegen die zweite Mannschaft der TSG Hoffenheim stand der ehemalige Spieler des FC Lennestadt und der SG Finnentrop/Bamenohl für 85 Minuten auf dem Feld. In der 51. Minute schoss Lennemann das 3:2, was den Sieg für die Rostocker bedeutete.

Dass er gute Chancen auf einen Platz in der Startelf haben würde, hatte sich für Lennemann bereits während der Trainingswoche angedeutet. Beim Abschlusstraining bekam der Neuzugang das entsprechende Signal. Entsprechend groß war die Vorfreude auf den ersten Auftritt in der 3. Liga.

Nervosität? Die hielt sich bei dem Offensivspieler in Grenzen. „Ich bin da eigentlich immer recht entspannt“, erzählt Lennemann. Erst wenn es hinaus auf den Rasen gehe, steige der Puls etwas. „Ich gehe raus und will Spaß auf dem Platz haben. Das lasse ich mir auch von der Kulisse nicht nehmen.“

Zuschauer geben Schub

Im Gegenteil: Viele Zuschauer auf den Rängen geben dem gebürtigen Sauerländer noch einmal einen zusätzlichen Schub. Zahlreiche Hansa-Anhänger hatten die weite Reise nach Hoffenheim auf sich genommen und unterstützten ihre Mannschaft lautstark.

Der große Rückhalt der Fans sei ohnehin etwas, das ihn bei seinem neuen Verein beeindrucke. „Die Fans sind schon verrückt. Man merkt, dass der Verein hier über vielem steht.“ Diesen Support mehrere Stunden von Rostock entfernt zu erleben, sei „saucool“ gewesen.

Sportlich entwickelte sich das Debüt zu einem echten Einstand nach Maß. Nach einem 2:2 zur Halbzeit dauerte es gerade einmal sechs Minuten, ehe Lennemann zuschlug und den Ball zum 3:2 im Hoffenheimer Tor unterbrachte.

„Es ist ein unglaublich geiles Gefühl, im ersten Profispiel das Siegtor zu schießen und der Mannschaft so zu helfen.”
— Bernie Lennemann

Was ihm in diesem Moment durch den Kopf gegangen ist? „Eigentlich gar nichts“, sagt der Angreifer. Erst nach dem Abpfiff habe er wirklich realisiert und reflektiert, was gerade passiert war. „Es ist ein unglaublich geiles Gefühl, im ersten Profispiel das Siegtor zu schießen und der Mannschaft so zu helfen.“

Vor allem die Bedeutung der drei Punkte steht für ihn dabei im Vordergrund. Hansa brauchte den Erfolg – und Lennemann hatte mit seinem Treffer einen entscheidenden Anteil daran.

Dass ihm sein erstes Profitor ausgerechnet gegen eine zweite Mannschaft gelang, entbehrt dabei nicht einer gewissen Ironie. Schon in der Regionalliga hatte Lennemann immer wieder gegen Zweitvertretungen getroffen. „Das finde ich ganz witzig“, sagt er.

Großer Rückhalt aus dem Kreis Olpe

Auch wenn beim Traumdebüt in Hoffenheim niemand aus seiner unmittelbaren Familie im Stadion sein konnte, war die Unterstützung aus der Heimat groß. Nach dem Schlusspfiff machte sich das auf Lennemanns Handy bemerkbar.

Zahlreiche positive Nachrichten erreichten ihn. „Da freut man sich natürlich, wenn die Leute das verfolgen“, sagt er. Den großen Support aus dem Kreis Olpe nimmt der 23-Jährige ganz bewusst wahr.

Die Entfernung macht spontane Stadionbesuche inzwischen allerdings schwieriger. Während die Fahrt zu seinen Spielen in Köln für Familie, Freunde und Wegbegleiter aus dem Sauerland noch vergleichsweise unkompliziert war, liegt Rostock nun ein gutes Stück weiter entfernt. Seine Eltern wollen sich dennoch möglichst bald auf den Weg zu einem Heimspiel machen.

„Einen besseren Start hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können!"”
— Bernie Lennemann

Lennemann ist sich sicher, dass auch in Zukunft viele Menschen aus seiner Heimat seine Spiele verfolgen werden – ob im Stadion oder vor dem Bildschirm. „Das gibt mir etwas“, sagt er über die Unterstützung von zu Hause.

„Einen besseren Start hätte ich mir persönlich nicht vorstellen können“, so der 23-Jährige. Auch mit Blick auf die Mannschaft ist der Neuzugang optimistisch. Hansa verfüge über eine gute Mannschaft und verfolge in dieser Saison ambitionierte Ziele.

Für Lennemann selbst soll das 3:2 in Hoffenheim jedenfalls erst der Anfang gewesen sein. Sein Traumdebüt hat vor allem eines bewirkt: „Der gute Start macht mich hungrig auf mehr.“ Vielleicht darf sich Lennemann am Sonntag, 16. August, ja beim ersten Heimspiel gegen SV Waldhof Mannheim erneut beweisen.

Lennemanns Stationen

Lennemanns Weg führte ihn innerhalb weniger Jahre vom heimischen Fußball im Kreis Olpe auf die Profibühne. Über den FC Lennestadt und die SG Finnentrop/Bamenohl ging es für den 23-Jährigen zur zweiten Mannschaft des 1. FC Köln und von dort im Sommer weiter an die Ostsee zu Hansa Rostock.

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