Energie sparen ist für den Einzelhandel auf dem Land unproblematisch
Neue Maßnahmen ab 1. September
- Kreis Olpe, 25.08.2022
- Wirtschaft
- Von Christine Schmidt
Kreis Olpe. Schaufenster sollen nicht mehr beleuchtet und Türen von Geschäften nicht mehr dauerhaft geöffnet sein. So sieht es zumindest der Entwurf zur geplanten Energiesparverordnung vor, der ab Donnerstag, 1. September, gelten soll. Der Einzelhandel im Kreis Olpe sieht die Sparmaßnahmen als nicht problematisch an.




Von 22 bis 6 Uhr morgens sollen Schaufenster nicht mehr beleuchtet sein. Thomas Stipp, Vorsitzender des Aktionsrings Altenhundem, sieht die Maßnahme nicht kritisch. Zwar habe der Einzelhandel die letzte Zeit schon genug „Federn gelassen“, aber wenn man so seinen Beitrag zum Energiesparen leisten könne, wäre das vollkommen in Ordnung.


Denn, so erklärt Stipp, auf dem Land habe man ja sowie nicht dauerhaft die Beleuchtung an. Ab etwa 23/24 Uhr werde zumindest bei vielen Geschäften das Licht ausgeschaltet, kaum ein Lokal sei die ganze Nacht komplett beleuchtet. Solange der Ortskern nicht stockduster sei, halte er das Einsparen für unproblematisch.

Dass durch das Einsparen weniger Umsatz generiert werde, glaubt Stipp jedenfalls nicht. Wie das Beleuchten dann konkret im Weihnachtsgeschäft aussehe, müsse man schauen. Die meiste Weihnachtsbeleuchtung sei aber sowieso LED-betrieben, sprich energiesparend.
Auch Martin Pursian, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Attendorn, stimmt all dem zu. Der Einzelhandel sei durch die Energiemaßnahmen nicht groß beeinträchtigt. Denn Türen blieben im Winter sowieso geschlossen. Ein ‚normales‘ Geschäft hier in der Region habe ja selten die großen Wärme-Schleusen wie bei Kaufhäusern oder Ketten.

Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft hält die Zeit des Abschaltens – 22 bis 6 Uhr – für völlig in Ordnung. „Ob ich das Licht um 23 oder 22 Uhr abschalte, macht keinen Unterschied“, so Pursian. Einen großem Werbeeffekt habe man nachts sicher nicht mehr.
Anders als in großen oder touristischen Städten sei hier in der Region vor allem unter der Woche nachts kaum jemand unterwegs. „Gebummelt wird tagsüber“, sagt Pursian mit einem Lachen. Und wenn man doch für nette Beleuchtung sorgen möchte, könne man auf akkubetrieben Alternativen zurückgreifen und diese in den Fenstern aufstellen.
