Elterntalk: Medienerziehung im eigenen Wohnzimmer

Gesprächsrunde über Smartphones und Co.


„Lass uns reden“, sagen auch Katrin Kühr (Kinder- und Jugendschutz, rechts) und Julia Richter (Kinder- und Jugendarbeit). Damit der Elterntalk im Kreis Olpe starten kann, werden Moderatoren dringend gesucht. von Kreis Olpe
„Lass uns reden“, sagen auch Katrin Kühr (Kinder- und Jugendschutz, rechts) und Julia Richter (Kinder- und Jugendarbeit). Damit der Elterntalk im Kreis Olpe starten kann, werden Moderatoren dringend gesucht. © Kreis Olpe

Kreis Olpe. Ab welchem Alter darf mein Kind ein Smartphone haben? Wann bleibt das Smartphone aus? Um diese und ähnliche Fragen im Umgang mit Medien geht es beim Elterntalk NRW. Dieser bietet Müttern und Vätern die Gelegenheit, sich im privaten Rahmen über Smartphone, Fernsehen und Co. auszutauschen.


Teilnehmen können bis zu acht Mütter und Väter, deren Kinder bis zu 14 Jahre alt sind. Eingeladen werden Eltern aus der Nachbarschaft, aus der Schulklasse oder aus dem Freundeskreis von einer Mutter oder einem Vater, die als Gastgeber auftreten. Für die Bereitschaft, einen Elterntalk anzubieten, erhalten diese ein Gastgeschenk.

Die Gesprächsrunde wird durch einen Moderator unterstützt. Dabei handelt es sich um Mütter und Väter, die auf diese Aufgabe vorbereitet wurden. Sie führen in das jeweilige Thema ein und ermutigen zum Austausch über Erziehungsfragen. Elterntalk ist kein Vortrag, sondern ein Dialog auf Augenhöhe. Die Eltern bringen ihre Erfahrungen und Wissen als Erziehende ein und helfen sich so gegenseitig.
Kostenloses Angebot
Ein „Talk“ dauert ca. zwei Stunden und ist für die Teilnehmenden kostenlos. Bei Bedarf kann ein Elterntalk auch in mehreren Sprachen stattfinden, sofern ein Moderator entsprechende Sprachkenntnisse besitzt.

Entwickelt wurde Elterntalk 2001 von der Aktion Jugendschutz in Bayern und wird dort wie auch in Niedersachsen schon seit einigen Jahren erfolgreich durchgeführt. Im Jahr 2016 startete Elterntalk mit dem Schwerpunkt „Medien“ als Pilotprojekt auch in NRW. Die Koordination liegt bei der Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW (AJS NRW), die mit Partnern vor Ort zusammenarbeitet.
Kreis Olpe seit März dabei
Seit dem 1. März ist auch der Kreis Olpe dabei. Katrin Kühr vom Kinder- und Jugendschutz der Kreisverwaltung ist für die Einführung des Projektes zuständig. „Ich habe schon viel Positives über den Elterntalk gehört“, erklärt die Sozialpädagogin. „Nachdem wir im vergangenen Jahr an mehreren Schulen Medienscouts ausgebildet haben, ist der Elterntalk eine sinnvolle Ergänzung für Eltern.“ Unterstützt wird sie dabei von Julia Richter aus dem Bereich der Kinder- und Jugendarbeit.

Doch bevor das „Talken“ beginnen kann, sucht die Projektverantwortliche kreisweit motivierte Mütter und Väter, die die Aufgaben eines Moderators übernehmen wollen. Gesucht werden auch Mütter und Väter, die mehrsprachig sind oder über einen Migrationshintergrund verfügen. So könnte der Talk in möglichst vielen Kulturkreisen durchgeführt werden.
Interessierte könne sich melden
Es ist geplant, den Moderatoren im Rahmen einer Schulung das notwendige Handwerkszeug zu vermitteln, so dass sie Gesprächsrunden anstoßen und begleiten können. Ausgestattet werden diese auch mit einer Talktasche, die notwendige Materialien enthält. Für die Tätigkeit als Moderator erhalten diese auch eine Entlohnung.

Interessierte, die mehr über das Projekt wissen wollen oder die sich vorstellen können als Moderator am Aufbau von Elterntalk NRW im Kreis Olpe mitzuwirken, melden sich bei Katrin Kühr, k.kuehr@kreis-olpe.de oder unter Tel. 02761/81-457.
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