Eltern im Kreis Olpe werden bei Kita-Beiträgen von März bis Juli entlastet

274 neue Kita-Plätze bis Ende 2021


  • Kreis Olpe, 16.06.2020
  • Von Wolfgang Schneider
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Die Elternbeiträge werden erlassen bzw. reduziert, weil die Betreuung in den Kitas nicht oder nur eingeschränkt stattgefunden hat. von Symbol Unsplash/Kelly Sikkema
Die Elternbeiträge werden erlassen bzw. reduziert, weil die Betreuung in den Kitas nicht oder nur eingeschränkt stattgefunden hat. © Symbol Unsplash/Kelly Sikkema

Kreis Olpe. Für die Zeit der Corona-Krise und die dadurch bedingten Ausfälle und Einschränkungen bei der Betreuung in den Kitas werden Eltern finanziell entlastet. Das hat der Kreistag in seiner Sitzung am Montag, 15. Juni, beschlossen.


Für März wird der halbe Kita-Beitrag erstattet. Für die Monate April und Mai verzichtet der Kreis ganz auf die Beiträge. Das war bereits per Dringlichkeitsentscheidung geregelt worden und wurde vom Kreistag jetzt genehmigt. Einstimmig beschlossen die Politiker außerdem, für Juni und Juli auf die Hälfte der Elternbeiträge zu verzichten. Hintergrund ist, dass die Kita-Betreuung noch immer nicht im normalen Regelumfang erfolgt.
760.000 Euro Mindereinnahmen
Der Verzicht für die halben Monatsbeiträge im März, Juni und Juli sorgt beim Kreis für Einnahmeausfälle von 570.000 Euro. Die beiden beitragsfreien Monate April und Mai schlagen mit Mindereinnahmen von jeweils 380.000 Euro zu Buche. Da das Land die Hälfte der Beitragsausfälle übernimmt, bleibt beim Kreis unterm Strich ein Minus von 760.000 Euro.

Um die Kitas ging es auch bei einem anderen Tagesordnungspunkt. Der Kreistag beschloss einstimmig die Fortschreibung der Ausbauplanung. Danach sollen bis Ende 2021 274 weitere Kita-Plätze geschaffen werden – 199 im U-3-Bereich und 75 für über Dreijährige. In den vergangenen drei Kindergarten-Jahren sind im Kreis Olpe bereits 572 neue Betreuungsplätze geschaffen worden, um den zunehmenden Bedarf zu decken, vor allem bei den Kindern unter drei Jahren.
28 Millionen Euro Gesamtkosten
Das Ausbauprogramm schlägt mit Gesamtkosten von 28 Millionen Euro in den Jahren 2017 bis 2022 zu Buche. Davon zahlt das Land 14,7 Millionen Euro, so dass der Kreis Ausbaukosten von 13,3 Millionen Euro zu stemmen hat.

Ebenfalls beschlossen wurden Zuschüsse zur Flexibilisierung der Betreuungszeiten in einigen Einrichtungen. So soll es in den Kitas in Altenhof, Hünsborn (Unterm Regenbogen) und Drolshagen (St. Clemens) weniger Schließtage geben.
Flexiblere Betreuungszeiten
Die St.-Clemens-Kita in Drolshagen will außerdem Betreuungszeiten von mehr als 47 Wochenstunden einführen und die Kita in Frenkhausen eine Betreuung nach 17 und vor 7 Uhr anbieten.

Die Gesamtkosten für die Ausweitung der Betreuung in den genannten Kitas betragen 125.000 Euro, von denen das Land 80 und der Kreis 20 Prozent übernimmt.
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