Ein grüner Daumen ist nicht jedem gegeben, aber man ist ja lernfähig

LP-Randnotizen


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 von Grafik: Sarah Menn
© Grafik: Sarah Menn

Zugegeben - für eine Karriere als Gärtnerin reicht mein grüner Daumen nun wirklich nicht. Im Gegenteil: Sogar ein Kaktus hat bei mir allergrößte Chancen, seine Stacheln einzuziehen, und eine Blume an Über- oder Unterwässerung einzugehen.


Aber ich bin ja lernfähig und motivierbar, schließlich sind „Selbstversorger-Gärten“ ja angesagt und gesunde Ernährung von hoher Bedeutung. Wie könnte ich auch anders, wenn Tomaten, Porree, Zucchini, Paprika, Salate und Kohlrabi in den Eierkartons auf dem Balkon wachsen und gedeihen.

Grünen Daumen entdeckt

Da ist es schon eine Freude, das Wachstum täglich beobachten zu können und beim Einpflanzen in die Erde mitzuhelfen. Der Gedanke, dass das, was man selbst sät und erntet, auf dem eigenen Teller landet und zu wissen, wo es herkommt, macht jedes Jahr aufs Neue neugierig.

Auch die Kollegen haben ihren grünen Daumen entdeckt. Kollegin Kerstin ist ganz stolz auf ihr Hochbeet und freut sich schon jetzt auf den Salat, die Erdbeeren und die Cocktails mit frischer Minze. Auch die langohrigen Mitbewohner der Familie dürfen sich freuen: In einem zweiten Hochbeet wachsen nur für sie Leckereien wie Möhren und Kohlrabi.

Ein paar Säcke Erde zu wenig

Ein Hochbeet gibt es seit neuestem auch im Garten von Kollege Wolfgang. Seine Frau hatte sich schon länger eines gewünscht und vergangene Woche im Kurzurlaub erfüllte Wolfgang ihren Wunsch. Ganz fertig ist das Teil bzw. dessen Befüllung aber noch nicht.

Denn der viele Regen hat die Basis aus Ästen, Zweigen und Holzspänen sowie die darüber geschichtete Kompost- und Hochbeeterde so zusammensacken lassen, dass noch drei Säcke Erde nachgekauft werden müssen.Ich vermute mal, der Kollege wird heute von seiner Frau in den Gartenmarkt gejagt, damit das Beet endlich pflanzfertig wird und die Sämereien in die Erde kommen.

Neue Serie

Das Gesundheitsbewusstsein hat nicht nur unsere Redaktion infiziert. In unserer neuen Serie: „Ernährung, bunt und gesund“, die am Samstag, 22. Mai, mit einem Interview mit einer Oecotrophologin startet, gibt es interessante Geschichten und Einblicke, Tipps und Anregungen sowie einiges zum Nachdenken rund ums Thema Ernährung. Freut euch drauf.

Ein schönes Pfingstwochenende. Wenn's an den Feiertagen schon keine wärmende Sonne gibt, dann wenigstens gutes Wachstumswetter.

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