Ein Gloria auf die Kirchenglocken

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 von LokalPlus
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Noch einmal umdrehen und noch einmal. Jeder der mich kennt, weiß, dass ich ein Morgenmuffel bin. Statt der Snooze-Taste am Wecker stelle ich gefühlt 20 Wecktöne in meinem Smartphone ein, bis der dabei ist, der mich aus dem Bett treibt.


So läuft das in der Regel jeden Morgen. Dann werden die Kräfte mobilisiert, der erste Kaffee inhaliert und frisch gemacht für die Arbeit. Geht alles meist ganz flott. Jetzt ging es sogar noch flotter.

Noch in der Traumwelt gefangen, läuten plötzlich die Kirchenglocken. „Heute muss das Kind zur Morgenmesse“, denke ich mir. Dann: Alarmglocken schrillen, die Augen reißen auf. Mist, verpennt! Der Kaffee zum Tagesstart ist gestrichen. Die ungewöhnliche und raue Weckmethode trifft heute die Tochter. „Zack, zack!“, lautet die Devise.

Zum Ende des Gottesdienstes betritt das Kind die Kirche und darf noch das Schlusslied mitsingen. Ich haste ins Büro. Dank variierender Arbeitszeiten ist hier der spätere Gang zum Dienst kein Problem. Vielleicht sollte die Kirche auch mal über Gleitzeit-Gottesdienste nachdenken.

Nils Dinkel

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