Ein bisschen links, ein bisschen rechts und ganz viel Chaos
LP-Randnotiz
- Kreis Olpe, 28.02.2026
- Verschiedenes
Es ist ein weit verbreitetes Problem, das augenscheinlich häufig Frauen betrifft – in Wahrheit aber männliche und weibliche Zeitgenossen gleichermaßen heimsucht: die Links-Rechts-Schwäche. Eins vorneweg, verehrte Leidensgenossen: Laut KI ist dieses Phänomen „keine Frage der Intelligenz“.

Aber – und das werden alle Betroffenen bestätigen können – es ist eine Herausforderung. Einfachste Alltagsbegebenheiten entwickeln sich zu kaum meisterbaren Prüfungen.
Ein Beispiel: der Sport in der Gruppe. „Rechte Hand Richtung Boden drücken, linkes Ohr zur linken Schulter, Kinn nach unten rechts schieben“, schallt es durch den Raum. Moment – was??? Da hilft nur, wie damals in der Schule, das Spicken bei der Nachbarin. Die ist fit – auch beim Thema rechts und links.

Ein anderes Beispiel: die Karnevalsparty mit den Freundinnen im rappelvollen Rathaus. „Guck mal, da hinten rechts winkt dir jemand!“, kommt der freundliche Hinweis. Der Kopf schnellt nach links – und niemand winkt.
Größte Herausforderung: die Autofahrt. Als Beifahrer. Und Navi für den Fahrer. Die Erlebnisse der vergangenen Jahrzehnte, die vielen, vielen Umwege und falschen Routen haben ihre Spuren hinterlassen. Inzwischen ist es so weit, dass er – wenn sie „links“ sagt – grundsätzlich nach rechts fährt. Und in 99 Prozent der Fälle damit den richtigen Weg wählt…

Liebe KI – was rettet in diesem Dilemma? „Eine Links-Rechts-Schwäche ist die häufige Verwechslung von Richtungen, oft bedingt durch mangelndes Training oder ungenügende Vernetzung der Gehirnhälften, etwa durch fehlendes Krabbeln im Kindesalter. Es ist keine Frage der Intelligenz, betrifft etwa 20 bis 30 Prozent der Menschen und kann durch Training oder Gedächtnisstützen ausgeglichen werden. Es ist beruhigend, dass diese Schwäche weit verbreitet ist und sich mit etwas Übung gut im Alltag bewältigen lässt.“

Eine nüchterne Antwort, die Hoffnung macht… In diesem Sinne: Kommt gut an, wo auch immer ihr hin wollt!

Kerstin Sauer




