Dritter Demokratie-Tag bringt Jugendliche im Kreis Olpe zusammen

Austausch und Begegnungen


In zahlreichen Workshops diskutierten die Jugendlichen über Demokratie. von Kreis Olpe
In zahlreichen Workshops diskutierten die Jugendlichen über Demokratie. © Kreis Olpe

Kreis Olpe. Der dritte Demokratie-Tag im Weiterbildungszentrum (WBZ) Olpe hat kürzlich zahlreiche Schülerinnen und Schüler aus dem Kreis Olpe zusammengeführt. Ziel war es, junge Menschen für demokratische Prozesse zu sensibilisieren, den Dialog zu fördern und Formen gesellschaftlicher Beteiligung erlebbar zu machen.


Der Tag begann mit einer Begrüßung im Forum des WBZ. Anschließend stellten zwei Schulen ihre erfolgreichen Projekte vor. Die St.-Ursula-Realschule Attendorn präsentierte ihr Projekt „ON AIR“. Dabei arbeiteten ein Schuljahr lang Schüler aus der Ukraine, Frankreich und Deutschland gemeinsam an einer internationalen Radiosendung.

Das Berufskolleg des Kreises Olpe stellte seine „Europawoche“ vor: ein schulweites Projekt mit dem Ziel, Schülern Europa näherzubringen und das Bewusstsein für europäische Werte und Gemeinschaft zu stärken. Dabei werden auch Programmpunkte für internationale Mobilität und Austausch organisiert, wie Auslandspraktika und Teilnahme an EU-Projekten über Erasmus+.

Workshops behandeln vielseitige Themen

Später nahmen die Jugendlichen an Workshops teil. Themen waren Medienkompetenz, Fake News, Diversität, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Selbstbehauptung in der Pubertät und politische Kommunikation in Social Media. In einem Podcast-Workshop konnten die Jugendlichen eigene Inhalte entwickeln. Auch „Meet a Jew“, ein Projekt des Zentralrats der Juden in Deutschland, sorgte wieder für direkte Begegnungen und wertvolle persönliche Einblicke.

„Der Demokratie-Tag lebt davon, dass junge Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Fragen stellen, Perspektiven wechseln und selbst aktiv werden“, sagt Alexander Fleischmann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Olpe, das den Demokratie-Tag organisiert. „Wir möchten ihnen Räume geben, in denen sie Demokratie nicht nur erklärt bekommen, sondern erleben können.“

„Der Demokratie-Tag lebt davon, dass junge Menschen miteinander ins Gespräch kommen, Fragen stellen, Perspektiven wechseln und selbst aktiv werden”
— Alexander Fleischmann

Der Tag zeigte eindrucksvoll, wie engagiert und neugierig Jugendliche Demokratie mitgestalten wollen. Die Organisatoren zogen ein durchweg positives Fazit: Die lebhaften Diskussionen und starken Beiträge bestätigten, wie wichtig Räume für Austausch und Beteiligung sind. Der nächste Demokratie-Tag findet Ende 2026 statt.

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