Die Erleuchtung – wenn sie erst fehlt und dann kommt
LP-Randnotizen
- Kreis Olpe, 19.09.2026
- Verschiedenes
Es gibt da eine Kollegin. Die hat sich einen neuen Blitz gekauft für ihre Kamera. Dann hat sie sich vom Kollegen, der ein Fotoprofi ist, genau erklären lassen, wie der funktioniert. Erst hat auch alles reibungslos geklappt…

Blitz auf die Kamera gesetzt, Motiv eingestellt, auf den Auslöser gedrückt. Der Blitz blitzt, das Foto sieht super belichtet aus, die Kollegin freut sich. Das ging einige Male so und die Kollegin fand sich hochprofessionell mit ihrem tollen Blitz, den sie auch brav und ordnungsgemäß nach jedem Einsatz von der Kamera abbaute und in die Fototasche steckte.
Und dann kam der Tag, an dem auf einmal nichts mehr funktionierte – der Blitz nicht blitzte. Die Kollegin probierte alles aus, baute den Blitz mehrfach auf die Kamera und wieder ab, tauschte Batterien, betete zur Blitz- und Fotohexe, beschwor den Mond und las sogar die Gebrauchsanweisung. Nichts half.




In ihrer Not fragte sie den Fotoprofi wieder um Hilfe. Ungläubig nahm der Kollege die Kamera mit dem aufgebauten Blitz in die Hand. Wie das denn sein könne, dass nach so kurzer Zeit der Blitz nicht mehr funktioniere? Seine Stirn lag in Falten.
Er fummelte kurz an Blitz und Kamera herum, fand als echter Profi das Problem sekundenschnell heraus und sagte irgendwie mitleidig: „Du hast den Blitz falschrum auf die Kamera gebaut…“
Halb beschämt, halb erleichtert, aber sehr erleuchtet, zog die Kollegin mit ihrer Kamera und dem Blitz von dannen. Unnötig zu erwähnen, dass diese Geschichte in der Redaktion immer mal wieder zum Besten gegeben wird, oder? Ähnlichkeiten mit der Autorin sind übrigens rein zufällig.
In diesem Sinne wünscht euch ein erleuchtetes Wochenende
Claudia Wichtmann
