DGB-Südwestfalen erinnert an Antikriegstag

Gegen Faschismus


In nahezu jedem Ort im Kreis Olpe gibt es Ehrenmäler, die an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnern. von Symbol Nicole Voss
In nahezu jedem Ort im Kreis Olpe gibt es Ehrenmäler, die an die Gefallenen der beiden Weltkriege erinnern. © Symbol Nicole Voss

Kreis Olpe. Für den Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) und seine Mitgliedsgewerkschaften in Südwestfalen ist der Antikriegstag in diesem Jahr ein besonderer Tag der Mahnung und des Erinnerns.


Zum 75. Mal jährt sich das Ende des Zweiten Weltkriegs und damit auch die Befreiung Europas und der Welt vom Faschismus. Mit seinem Überfall auf Polen riss Nazi-Deutschland 1939 die Welt in den Abgrund eines grausamen Krieges, der großes Leid über die Menschen brachte und 60 Millionen Tote forderte.
Gedenken der zahllosen Todesopfer
Im Gedenken an Leid und Tod spielt zudem der 16. Dezember alljährlich eine besondere Rolle. „75 Jahre nach Kriegsende liegt es an uns, die Erinnerung an diese zahllosen Toten wachzuhalten. Und wir müssen uns daran erinnern, dass Deutschland angesichts der Menschheitsverbrechen der Nazis besondere Verantwortung für den Frieden trägt“, so der DGB in seiner Erklärung zum 1. September.

Südwestfalens DGB-Regionsgeschäftsführer Ingo Degenhardt wird konkret: „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus! So lautet die unumstößliche Lehre, die wir aus der Geschichte gezogen haben.“
Einsetzen gegen Rechtsextremismus
Zum einen setzen sich DGB und Gewerkschaften täglich in ihrer Arbeit gegen den immer noch aufkeimenden Nationalismus, Rassismus, Rechtsextremismus und gegen Diskriminierung aller Art ein.

Sie benennen aber auch die Dimensionen, die das immer weitere Wettrüsten inzwischen erreicht hat. Ingo Degenhardt benennt dabei nicht die Rolle Deutschlands als viertgrößter Rüstungsexporteur weltweit, sondern sieht Deutschland auch auf dem siebten Platz bei den Ländern mit den meisten Rüstungsausgaben.
Gesundheitssystem mehr unterstützen
„Wenn die Bundesregierung die NATO-Zielvorgabe erfüllen würde, zwei Prozent des deutschen Bruttoinlandproduktes für Verteidigung auszugeben, so könnte dies eine weitere Erhöhung des Wehretats um mehr als 20 Milliarden Euro bedeuten“, so der Gewerkschafter.

Zum Wohle der Menschen in allen Ländern sind diese finanziellen Mittel in Gesundheits- und Sozialsystemen einzusetzen. Vor diesem Hintergrund fordert der DGB die Bundesregierung auf, sich endgültig von der Zwei-Prozent-Vorgabe der NATO zu lösen und die für Rüstungsausgaben vorgesehenen Mittel in ein sozial gerechtes Deutschland und Europa mit nachhaltigen Zukunftsperspektiven zu investieren.
Artikel teilen: