Corona-Virus: Kein Grund zur Panik im Kreis Olpe

Keine bestätigten Verdachtsfälle


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Wer nicht in einem Risikogebiet war und keinen Kontakt zu Menschen hatte, die dort waren, sollte vom Corona-Virus verschont bleiben. von Symbol Nils Dinkel
Wer nicht in einem Risikogebiet war und keinen Kontakt zu Menschen hatte, die dort waren, sollte vom Corona-Virus verschont bleiben. © Symbol Nils Dinkel

Kreis Olpe. „Trotz erwiesen hoher Ansteckungsfähigkeit des neuen Corona-Virus (Sars-Co-V) ist aktuell die Wahrscheinlichkeit, sich im Kreis Olpe zu infizieren, extrem gering“, heißt es in einem aktuellen Schreiben einer Ärztin des Gesundheitsamtes.


Im Kreis Olpe gebe es zurzeit keine einzigen Fall einer bestätigten Infektion mit dem Virus. „Verdachtsfälle sind bisher nicht bestätigt worden“, teilt der Kreis Olpe mit. Viele Menschen sorgen sich derzeit um ihre Gesundheit. Das Virus hat weitestgehend die Symptome einer herkömmlichen Grippe oder Erkältung. Und aktuell ist die Hochphase der Grippezeit.

Nach derzeitigen Erkenntnissen werde das Corona-Virus hauptsächlich per Tröpfcheninfektion durch Anhusten und Anniesen ins Gesicht übertragen. „Wer sich nicht aus kurzer Entfernung (weniger als zwei Meter) in das Gesicht husten oder niesen lässt und vor dem Essen und Berühren der Schleimhäute die Hände mit Seife wäscht, der ist vor dem Corona-Virus sicher“, so die Ärztin des Gesundheitsamtes.
Regelmäßig Hände waschen
Grundsätzlich gelte es nach Möglichkeit einen Mindestabstand von ein bis zwei Metern zu hustenden und/oder niesenden Personen einzuhalten, die Hände mehrfach täglich gründlich mit Wasser und Seife zu waschen und selbst in die Ellenbeuge zu husten bzw. zu niesen.

„Im Umgang mit einer Person, die grippeähnliche Symptome zeigt und sich innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten oder Kontakt zu einem Corona-Virus-Erkrankten hatte, sollte dafür gesorgt werden, dass diese Person mit einem adäquaten Mund-Nase-Schutz versehen wird. Gleichzeitig sollte eine Meldung an das Gesundheitsamt zur weiteren Veranlassung erfolgen“, rät die Fachfrau.
OP-Masken nahezu wirkungslos
Von einfachen OP-Masken rät die Ärztin ab: „Weil kontaminierte Tröpfchen am ehesten in den Augen landen, sind sie so gut wie nutzlos. Zudem werden sie schnell feucht und damit wirkungslos.“ Das Virus werde nur auf kurze Distanz und eher in geschlossenen Räumen übertragen.
Gesundheitsministerium richtet Hotline ein
Das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen hat ein Bürgertelefon zum Corona-Virus eingerichtet. Das ServiceCenter der Landesregierung ist montags bis freitags zwischen 8 und 18 Uhr unter der Rufnummer: 02 11/8 55 47 74 erreichbar.

Wichtiger Hinweis: Am Bürgertelefon findet keine medizinische Beratung zum Corona-Virus statt. Hierzu ist insbesondere bei Fragen zu einer möglichen Infektion ein Arzt zu informieren. Ein Besuch in der Praxis oder im Krankenhaus sollte vorher telefonisch angekündigt werden.
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