Christian Mengel aus Hillmicke gehört zu den besten Azubis Deutschlands

Autobahnmeisterei Freudenberg ist stolz auf ihren Mitarbeiter


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Christian Mengel hat im Mai 2023 seine Ausbildung zum Straßenwärter mit Bestnoten abgeschlossen. Er gehört damit zu den besten Azubis Deutschlands, die jetzt in Berlin ausgezeichnet werden. von Anke Bruch/Autobahn Westfalen
Christian Mengel hat im Mai 2023 seine Ausbildung zum Straßenwärter mit Bestnoten abgeschlossen. Er gehört damit zu den besten Azubis Deutschlands, die jetzt in Berlin ausgezeichnet werden. © Anke Bruch/Autobahn Westfalen

Kreis Olpe/Hillmicke. „Ich wollte mir unbedingt beweisen, dass ich es kann.“ Und wie er es kann: Straßenwärter Christian Mengel aus Hillmicke von der Autobahnmeisterei Freudenberg gehört zu den besten Azubis in Deutschland. Am kommenden Montag, 11. Dezember, wird er in Berlin bei der Nationalen Bestenehrung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) von Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger ausgezeichnet.


Die rund 200 Spitzen-Azubis des Jahrgangs 2023, denen in Berlin ein großer Bahnhof bereitet wird, haben sich unter fast 300.000 Teilnehmern bei den Winter- und Sommerprüfungen dieses Jahres durchgesetzt. „Das ist ein schöner Erfolg und ich freue mich sehr, dass wir in Berlin vertreten sind“, freut sich auch Niederlassungsdirektorin Elfriede Sauerwein-Braksiek gemeinsam mit Christian Mengel über die Einladung zur Bestenehrung.

Ausbildung im Mai beendet

„Das ist schon richtig cool und ich bin wirklich stolz auf mich“, freut sich Mengel, der im Mai diesen Jahres seine Ausbildung zum Straßenwärter bei der Autobahn Westfalen mit Bestnoten beendet hat.

Und das, obwohl sein Start ins Berufsleben alles andere als reibungslos war. Nach der Schule machte Mengel zunächst eine Ausbildung zum Elektroniker. Doch mit Corona verloren einige Kollegen ihren Arbeitsplatz und Mengel die Motivation und Perspektive, so dass er nach einer neuen Herausforderung suchte.

„Dieser Beruf ist unglaublich vielfältig“

Der Beruf des Straßenwärters hat den 28-Jährigen schon immer fasziniert, und so entschied er sich im August 2020, eine zweite Ausbildung zu beginnen. „Dieser Beruf ist so unglaublich vielfältig“, schwärmt der heimatverbundene Sauerländer, der in Hillmicke lebt. „Der Straßenwärter vereint ganz viele Jobs in einem, man ist viel draußen und betätigt sich körperlich“, schwärmt Mengel.

Christian Mengel bei der Arbeit, von Anke Bruch/Autobahn Westfalen
Christian Mengel bei der Arbeit, © Anke Bruch/Autobahn Westfalen

Vor allem letzteres ist für Christian Mengel sehr wichtig. Lange Zeit hat er in seiner Heimat Fußball gespielt, dann musste er sich am Knie operieren lassen und die Fußballschuhe an den berühmten Nagel hängen. „In meinem Job kann ich mich aber weiter belasten und werde gefordert. Das tut mir gut“. Deshalb ist es kaum verwunderlich, dass Mengel am liebsten draußen an der Strecke ist: „Gehölz- und Grünpflege, das ist meins. Hauptsache an der frischen Luft, egal bei welchem Wetter“.

Nächstes Ziel schon jetzt fest im Blick

Bei all der Euphorie spricht der 28-Jährige aber auch einen wichtigen, allerdings nicht so schönen Aspekt an. „Als Straßenwärter wird man auch mit Situationen konfrontiert, die belastend sein können.“ Ob Unfälle oder auch Suizide – „wenn man in diesem Beruf arbeitet, muss man wissen, dass man Dinge sieht, die man eigentlich nicht sehen will“.

Trotz allem liebt Christian Mengel seinen Job über alles und freut sich auf alles, was noch kommt. Sein nächstes Ziel hat er schon fest im Blick: die Weiterbildung zum Techniker. Zweimal pro Woche besucht er seit Mitte des Jahres die Abendschule und wird sich hoffentlich wieder beweisen, dass er auch das kann.

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