Bundesweiter Auto-Aktionstag der IG Metall – auch im Kreis Olpe
Proteste an Automobil-Standorten
- Kreis Olpe, 18.09.2026
- Wirtschaft
Attendorn/Kires Olpe. Die IG Metall veranstaltet am Montag, 21. September, ganztägig und bundesweit Aktionen und Proteste an den deutschen Automobilstandorten – auch im Kreis Olpe. Ab 14 Uhr setzt sich die Gewerkschaft im Industriegebiet Attendorn hinter dem Mitarbeiter-Parkplatz des Unternehmens Kirchhoff Automotive für die Belange der Branche ein.

„Wir werden als IG Metall in einer gemeinsamen Aktion unserer Zulieferbetriebe vor die Werkstore gehen und deutlich machen: So nicht; es reicht – die Kollegen und Metaller wehren sich“, heißt es in einer Medieninformation. Der Angriff auf die Beschäftigung an den deutschen Automobilstandorten, den man aktuell erlebe, sei beispiellos.




„Hunderttausende Beschäftigte bangen um ihren Arbeitsplatz, ganze Regionen in Deutschland um ihren Wohlstand“, so die IG Metall. Im Kreis Olpe betreffe es die Zulieferbetriebe besonders hart, denn sie seien das letzte Glied in der Kette. Sie hätten keinen Einfluss auf die Konzernentscheidungen, sondern müssten am Ende nur deren Fehler ausbaden.

„Die Krise der deutschen Automobilindustrie ist zu großen Teilen hausgemacht, weil die Vorstände der Autokonzerne reihenweise falsche Entscheidungen getroffen haben: Zu spät wurden kleine, erschwingliche Modelle angeboten“, teilt die IG Metall mit. Bei Digitalisierung und Batterien seien wichtige Entwicklungen verschlafen worden. Auch Investitionen in Zukunftstechnologien und Standorte seien vernachlässigt worden.

Hinzu kämen externe Ursachen: „Es werden viel weniger Fahrzeuge nach China verkauft, US-Präsident Trump hat Zölle verhängt, es gibt mehr chinesische Fahrzeuge, die in Deutschland und Europa gekauft werden“, heißt es in einer Medieninformation. Die Beschäftigten trügen keine Verantwortung für diese Entwicklungen, müssten aber nun die Konsequenzen tragen.

Sie dürfen laut IG Metall nicht darunter leiden, dass der Blick immer nur auf der Rendite lag und nicht auf den Investitionen in die Zukunft. „Wir fordern: Es braucht Investitionen in zukunftsfähige Produkte, Qualifizierung und sichere Standorte nicht nur kurzfristige Kostensenkung“, so die Gewerkschaft.
