Kreis Olpe/Olpe. Mehr Informationen und bessere Beratung für Verbraucher im ländlichen Raum: Darum geht es im Projekt „Experimentierwerkstatt Ländliche Verbraucherpolitik“ des Bundesministeriums der Justiz und für Verbraucherschutz. Der erste Workshop findet am Samstag, 14. Dezember, in Olpe statt.
Die Pleite des britischen Reisekonzerns Thomas Cook hat zahlreiche Menschen hart getroffen. Flüge wurden gestrichen, der geplante Urlaub abgesagt – und jetzt folgt noch der Kampf um die bereits bezahlte Reise. Für viele Verbraucher entsteht in einer solchen Situation ein hoher Informations- und Beratungsbedarf. Doch wie können Bürger besser informiert und beraten werden?
Dafür hat das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) das Forschungsvorhaben „Experimentierwerkstatt Ländliche Verbraucherpolitik“ an Prof. Hanna Schramm-Klein und ihr Team vergeben.
Aufgabe im Projekt ist es, gemeinsam mit Bund, Ländern, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft ein Handlungskonzept „Ländliche Verbraucherpolitik“ zu erarbeiten, um Empfehlungen für die Verbraucherpolitik der Bundesregierung bereit zu stellen. Verbraucherinformations- und Verbraucherberatungsangebote sowie Best-Practice-Modelle für den ländlichen Raum werden erarbeitet, um diese dann z.B. auf kommunaler Ebene nutzbar zu machen oder als Handlungsoption umzusetzen.
Bevorzugen Bürger Informationen durch eine App auf dem Smartphone? Würden sie eine durch künstliche Intelligenz gesteuerte Sprachanwendung zur Beratung nutzen? Ist die persönliche Beratung, z.B. durch die Verbraucherzentrale, der Favorit? Der Untersuchungsschwerpunkt liegt auf bestehenden und zukünftig denkbaren digitalen Angeboten.
Im 24-monatigen Projektverlauf werden insgesamt acht Experimentierwerkstätten, über das gesamte Bundesgebiet verteilt, angeboten. Eine Experimentierwerkstatt ist ein Tages-Workshop, bei dem anhand eines wissenschaftlichen Konzeptes eine gemischte Gruppe diskutiert, Lösungsvorschläge erarbeitet, neue digitale Angebote bewertet und eigene Erfahrungen einbringt. Diese Gruppe wird zur Hälfte aus lokalen Vertretern der Wirtschaft, aus Verbänden, sozialen Organisationen, Politik, Verwaltung und der Wissenschaft bestehen. Die andere Hälfe bilden Bürger der entsprechenden Region.
Die erste Experimentierwerkstatt findet am Samstag, 14. Dezember, mit Bürgermeister Peter Weber im „Alten Lyzeum“ in Olpe statt. Die Veranstaltung beginnt um 9 Uhr, das Ende ist für 18 Uhr vorgesehen. Teilnehmende Bürger sollen aus den ländlich geprägten Ortsteilen des Kreises Olpe kommen. Vertreter aus der Wirtschaft, aus Verbänden, sozialen Organisationen, Politik oder Verwaltung sollen die regionale Struktur und Situation im Kreis Olpe persönlich beurteilen können.
Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Jeder Teilnehmer erhält als Dankeschön für das Engagement eine kleine Überraschung.
Die Erkenntnisse der Werkstätten fließen in ein wissenschaftlich fundiertes Handlungskonzept „Ländliche Verbraucherpolitik“ ein. Begleitet wird das Projekt durch einen hochrangigen Beirat, bestehend aus Vertretern aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik, der nachhaltige Bewertungen vornehmen wird.
Für die Teilnahme ist eine Anmeldung erforderlich, die auf der Website des Unternehmens (siehe Link) schriftlich oder telefonisch bei der Prof. Schramm-Klein GmbH, Tel. 02733/ 286629-0 erfolgen kann. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt auf jeweils zehn Bürger der Region und zehn Vertreter von regionalen Institutionen. %%Link[300396](link; text)%%