Brustkrebs früh erkennen: Warum die Einladung zum Screening wichtig ist

Kostenloses Angebot zu selten genutzt


Symbolfoto. von Pixabay.com
Symbolfoto. © Pixabay.com

Siegen/Olpe. Brustkrebs möglichst früh entdecken, noch bevor Beschwerden auftreten: Darum geht es beim bundesweiten Mammographie-Screening. Seit 2025 richtet sich das kostenlose Früherkennungsangebot auch an Frauen bis zum Alter von 75 Jahren. Zuvor lag die Altersgrenze bei 69 Jahren. Damit werden auch Frauen wieder erreicht, die bereits aus dem Programm ausgeschieden waren.


„Wir haben durch die Anhebung der Altersgrenze Frauen wieder erreicht, die zuvor aus dem Programm herausgefallen waren. Bei einigen konnten wir Brustkrebs in einem frühen Stadium entdecken und damit eine rechtzeitige Behandlung ermöglichen“, sagt Dr. Michael Blazek, Programmverantwortlicher Arzt der Mammographie-Screening-Einheit Siegen-Olpe-Hochsauerland für die Region Siegen-Wittgenstein und Olpe.

Allerdings nimmt nicht einmal jede zweite eingeladene Frau das Angebot wahr. Im Jahr 2025 waren es in der gesamten Screening-Einheit rund 35.000 Frauen und damit 46 Prozent. Bei den Untersuchungen wurden insgesamt 205 Brustkrebserkrankungen entdeckt, überwiegend in einem frühen Stadium. „Gerade, weil Brustkrebs im frühen Stadium häufig noch gut behandelbar ist, möchten wir dazu ermutigen, die Einladung nicht einfach beiseitezulegen“, betont Blazek.

Das Mammographie-Screening richtet sich an Frauen ohne Beschwerden und ohne konkreten Brustkrebsverdacht. Ziel ist es, Veränderungen zu entdecken, wenn sie noch nicht tastbar sind und keine Beschwerden verursachen. Der Brustkrebsmonat Oktober soll zusätzlich für die Früherkennung sensibilisieren. Weitere Informationen gibt es unter www.mein-mammo-screening.de.

Artikel teilen: