Briefwahl im Kreis Olpe boomt – Bürger wählen diesmal lieber von zu Hause

Zahlen deutlich höher


  • Kreis Olpe, 03.09.2020
  • Von Anna Neus
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Vier Stimmzettel und zwei Umschläge (hier aus einem Olper Wahlbezirk) gehören u.a. zum "Briefwahl-Paket". von Symbol Wolfgang Schneider
Vier Stimmzettel und zwei Umschläge (hier aus einem Olper Wahlbezirk) gehören u.a. zum "Briefwahl-Paket". © Symbol Wolfgang Schneider

Kreis Olpe. Die Kommunalwahl am 13. September steht kurz bevor. Viele Menschen haben allerdings schon ihre Kreuzchen gemacht, wie eine LP-Umfrage in den heimischen Rathäusern zeigt. In allen sieben Kommunen im Kreis Olpe ist die Zahl der Briefwähler deutlich höher als bei vergangenen Wahlen.


Bei der Kommunalwahl 2014 gab es in Lennestadt bei 20.160 Wahlberechtigten 3.300 Briefwähler. Dieses Jahr hat sich die Zahl fast verdoppelt: 5.500 Briefwahlanträge in Lennestadt. Heiko Kitscha ist sich sicher: „Es kommen sicher nochmal 1.000 dazu.“
Jeder 4. Attendorner nutzt Briefwahl
Bei 9.706 Wahlberechtigten in Kirchhundem gibt es bereits 2.984 Briefwahlanträge. Bei der Kommunalwahl vor sechs Jahren kamen 2.127 Briefwähler auf 9.900 Wahlberechtigte. Die Wahlbeauftragten sind sich sicher: „Durch Corona sind die Zahlen sehr hoch.“

In Attendorn gibt es aktuell 5.130 Briefwahlanträge bei 19.572 Wahlberechtigten. Damit wählt schon mehr als jeder Vierte von zu Hause. „Es wird sicher noch einiges dazu kommen“, so Christoph Schneider, Wahlbeauftragter in Attendorn. 2014, bei der letzten Kommunalwahl, gab es knapp 3.000 Briefwähler.
 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel
„Die Briefwahl wird stark angenommen, aber das ist auch gar nicht so verkehrt“, sagt Ludwig Rasche, Wahlleiter der Gemeinde Finnentrop. Bei 14.000 Wahlberechtigten gibt es bereits 3.700 Briefwähler. Rasche: „Das ist eine deutliche Steigung.“ Bei der letzten Kommunalwahl gab es nur knapp 2.300 Briefwähler.
Drolshagen knackt Rekord
Eineinhalb Wochen vor der Wahl sind in Drolshagen schon 2.638 Briefwahlanträge bearbeitet worden. Bei der Kommunalwahl 2014 gab es nur 1.800 Briefwähler. Fachbereichsleiter Burkhard Lütticke ist sich sicher: „Den bisherigen Briefwählerrekord werden wir jetzt knacken, denn es wird noch etwas dazu kommen.“ Wählen dürfen in Drolshagen 9.836 Menschen.
Olpe wirbt um Briefwahl
Eine erhebliche Steigung bei den Briefwählern stellt auch die Stadtverwaltung Olpe fest. Bei 20.053 Wahlberechtigten haben bereits 5.721 Bürger einen Antrag auf die Briefwahl gestellt. Bei der Kommunalwahl 2014 waren es nur 4.188 Briefwähler. „Viele wollen wegen Corona den Kontakt eher vermeiden und nicht ins Wahlbüro kommen“, so Christoph Kordes vom Hauptamt. „Wir haben aber auch dafür geworben, dieses Jahr eher per Briefwahl abzustimmen.“

Normalerweise hat die Gemeinde Wenden bei Wahlen immer um die 2.500 Briefwähler. Diese Jahr gibt es aber eineinhalb Wochen vor der Wahl schon 4.500 Briefwähler bei 16.000 Wahlberechtigten. „Wir gehen davon aus, dass wir irgendwo zwischen 4.600 und 5.000 Briefwählern landen werden“, so Rupert Wurm vom Hauptamt der Gemeinde.
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