Bevölkerungsschwund im Kreis Olpe – Ostkreis besonders betroffen

Aktuell knapp 134.000 Einwohner


  • Kreis Olpe, 19.06.2020
  • Von Wolfgang Schneider
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Die Gemeinde Wenden ist beim Einwohnerschwund bisher im Vergleich zu anderen Kommunen glimpflich davongekommen. von Symbol Nils Dinkel
Die Gemeinde Wenden ist beim Einwohnerschwund bisher im Vergleich zu anderen Kommunen glimpflich davongekommen. © Symbol Nils Dinkel

Kreis Olpe. Die Bevölkerungszahl des Kreises Olpe ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Ende 2019 lebten 133.955 Menschen im Kreis – und damit 820 weniger als ein Jahr davor. Das vermeldet das Statistische Landesamt IT.NRW in seiner aktuellen Einwohnerstatistik.


Das Minus von 820 Menschen entspricht fast der Einwohnerzahl von Oberhundem. Am meisten Einwohner büßten Finnentrop (-218) und Lennestadt (-195) ein. Im Mittelfeld liegen Olpe (-137), Attendorn (-103) und Wenden (-92). Kirchhundem verlor 79 Einwohner und als einzige Kommune legte Drolshagen ganz leicht um 4 Einwohner zu.

Die Einwohnerzahlen laut IT.NRW am 31.12.2019:
Attendorn: 24.264
Drolshagen: 11.783
Finnentrop: 16.955
Kirchhundem: 11.485
Lennestadt: 25.308
Olpe: 24.551
Wenden: 19.609
Kirchhundem verliert stark
Deutlicher ist der Trend, wenn man die Bevölkerungsentwicklung über einen längeren Zeitraum betrachtet. Von Ende 2011 bis Ende 2019 ging die Bevölkerungszahl um 2.189 zurück. Dieser Einwohnerschwund war allerdings ungleich verteilt.

Lennestadt, die bevölkerungsmäßig größte Stadt des Kreises, verlor stattliche 1.040 Einwohner. Und Kirchhundem rutschte mit einem Minus von 535 vom vorletzten auf den letzten Platz, was die Bevölkerungszahl betrifft. Denn Drolshagen, früher die einwohnerkleinste Kommune, büßte seit 2011 nur 20 Einwohner ein.

Die Einwohnerentwicklung 2011 bis 2019 in absoluten und prozentualen Zahlen:
Attendorn: - 162 / - 0,66 %
Drolshagen: - 20 / - 0,17 %
Finnentrop: - 142 / - 0,83 %
Kirchhundem: - 535 / -4,55 %
Lennestadt: - 1.040 / - 3,95 %
Olpe: -211 / - 0,85 %
Wenden: - 79 / - 0,40 %
Auch MK und HSK verlieren
Die Zahlen zeigen, dass der Ostkreis und dort besonders Kirchhundem und Lennestadt vom Bevölkerungsschwund am stärksten betroffen sind, während im Westkreis die Einwohnerzahlen halbwegs stabil geblieben sind.

Zurückgehende Bevölkerungszahlen sind aber kein Problem des Kreises Olpe allein. Auch der Märkische Kreis und der Hochsauerlandkreis haben von 2011 bis 2019 erhebliche Einbußen hinnehmen müssen: Der HSK verlor 5.422 und der Märkische Kreis sogar 12.392 Einwohner. Leicht zulegen um 717 Bewohner konnte der Kreis Siegen-Wittgenstein.
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