Bernd Banschkus (SPD): Das Dach über dem Kopf muss bezahlbar sein

LP-Serie: Fragen an die Kandidaten


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Bernd Banschkus, Landrats-Kandidat der SPD. von privat
Bernd Banschkus, Landrats-Kandidat der SPD. © privat

Kreis Olpe. Im Rahmen der LokalPlus-Wahlberichterstattung stellen wir im Vorfeld der Kommunalwahl auch die Kandidaten um das Amt des Landrates vor. Die Bewerber haben einen Fragebogen mit identischen Fragen beantwortet – so wie Bernd Banschkus, Landrats-Kandidat der SPD.


Corona bedingt ist der Wahlkampf besonders schwierig. Wie erreichen Sie die Bürger und wie funktioniert der Wahlkampf?

Der Wahlkampf erfolgt überwiegend in der gleichen Form, wie viele andere zuvor. Wir werden die Bürgerinnen und Bürger umfassend über unsere Ziele informieren. Die geschieht durch Flyer, die an alle Haushalte verteilt werden, und es wird bei uns in den einzelnen Kommunen auch Info-Stände geben. Sicherlich wird der persönliche Kontakt, Corona bedingt, nicht in der gewohnten Weise stattfinden können.

Neu ist, dass verstärkt das Internet und die Sozialen Netzwerke als weitere Medien genutzt werden. Videofilme sind in dem Zusammenhang ein Stichwort und unter www.bernd-banschkus.de sind Informationen über mich als Landratskandidat abrufbar. Ferner bin ich über die bekannten Kontaktdaten erreichbar.
 von Symbol Grafik: Sophia Poggel
© Symbol Grafik: Sophia Poggel
Welches Thema liegt Ihnen im Kreis Olpe besonders am Herzen und wie wollen Sie es anpacken?

Nicht nur Metropolregionen leiden unter einem Mangel an bezahlbarem Wohnraum. Auch im Kreis Olpe sind alle Kommunen davon betroffen, dass die Mieten steigen und Menschen keinen angemessenen Wohnraum finden.

Es braucht „kein Erstsemester Betriebswirtschaft“, um zu verstehen, dass der Preis durch Angebot und Nachfrage bestimmt wird. Ein Dach über dem Kopf zu haben, gehört zu den Grundbedürfnissen der Menschen. Wir als Politik haben dafür zu sorgen, dass das Dach über dem Kopf auch bezahlbar ist und bleibt.
Preiswerten Wohnraum schaffen
Diesem Problem von Angebot und Nachfrage kann man aber entgegentreten, indem die öffentliche Hand selbst als Marktteilnehmer aktiv wird und frei vom Druck der betriebswirtschaftlichen Maxime der Gewinnmaximierung preiswerten Wohnraum schafft.

Abhilfe sehe ich u. a. in der Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft und die Beteiligung an der bestehenden Wohnungsbaugenossenschaft Olpe deutlich zu erhöhen und hierfür als Gegenleistung ein Besetzungsrecht für Wohnungen zu bekommen.

Nennen Sie drei Stichpunkte zur politischen Ist-Situation im Kreis Olpe!
  • Sicherlich gut verwaltet, aber eben nur verwaltet; Perspektiven für die Zukunft fehlen.
  • Geprägt von jahrzehntelanger absoluter CDU-Mehrheit, Folge: Meinungsvielfalt fehlt.
  • Unterschiedliche finanzielle Situation in den sieben Kommunen.
Wen haben Sie als Vorbild (muss nicht nur politisch sein) und warum?

Willi Brandt; hat mich 1972 veranlasst in die SPD einzutreten. 

Warum fühlen Sie sich im Kreis Olpe zu Hause bzw. damit verbunden?

Ich lebe inzwischen rund 40 Jahre hier. Der Kreis Olpe ist seit langem zu meiner Heimat geworden und ich fühle mich mit dieser Region verbunden. Die Menschen sind gleichermaßen weltoffen und heimatverbunden. Hier kann ich die Kraft für mein politisches Wirken schöpfen.
Zur Person:
Wohnort: Attendorn-Lichtringhausen
Geburtsdatum: 20.03.1954
Familienstand: Verheiratet, einen erwachsenen Sohn und zwei Enkelkinder
(erlernter) Beruf: Sparkassenbetriebswirt
politischer Werdegang in Stichworten:
  • 1972 Eintritt in die SPD
  • 7 Jahre Vorsitzender von zwei verschiedenen Ortsvereinen
  • 8 Jahre Vorsitzender des SPD-Kreisverbandes Olpe
  • Delegierter zu Bundes- und Landesparteitagen
  • seit 2004 Mitglied des Kreistages Olpe (2. stellv. Landrat)
  • seit 2010 Mitglied des Regionalrates Arnsberg (stellv. Vorsitzender)
  • Mitglied bzw. stellv. Mitglied in Verbandsversammlungen,
  • Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsrat
  • Stellv. Vorsitzender des SGK-Kreisverbandes Olpe
  • Schatzmeister des SPD-Kreisverbandes Olpe
Hobbys:
  • soziales ehrenamtliches Engagement
  • Aufsichtsratsvorsitzender beim Hilfswerk für jugendliche Diabetiker gGmbH
  • Vorstandsvorsitzender der Steckel-Stiftung
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