„Autobahn-Borkenkäfer-Corona“ belasten Tourismus-Branche

Besuch von Ministerpräsident Hendrik Wüst


Ministerpräsident Hendrik Wüst (Bildmitte) war zu Gast im Romantikhotel Platte. Hier sprach er mit den Tourismusfachleuten. Mit im Bild: Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Amtschef der Staatkanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (links), das Hotelier-Paar Christof und Gaby Platte (Zweiter und Dritte
von links) sowie die Vertreter des Sauerland-Tourismus (von rechts) Frank Linnekugel, Philipp
Scharfenbaum und Dr. Jürgen Fischbach. von privat
Ministerpräsident Hendrik Wüst (Bildmitte) war zu Gast im Romantikhotel Platte. Hier sprach er mit den Tourismusfachleuten. Mit im Bild: Dr. Bernd Schulte, Staatssekretär und Amtschef der Staatkanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen (links), das Hotelier-Paar Christof und Gaby Platte (Zweiter und Dritte von links) sowie die Vertreter des Sauerland-Tourismus (von rechts) Frank Linnekugel, Philipp Scharfenbaum und Dr. Jürgen Fischbach. © privat

Kreis Olpe/Repetal. Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen, Hendrik Wüst, hat am Mittwoch, 17. Mai, Südwestfalen besucht und sich dabei mit Vertretern des Sauerland-Tourismus getroffen. Dabei ging es um aktuelle Herausforderungen wie der Borkenkäfer oder auch die gesperrte Autobahn 45.


Die sprichwörtliche Sauerländer Gastfreundschaft konnten Wüst und seine Delegation rund um Staatssekretär Dr. Bernd Schulte bei einem Mittagessen im Romantikhotel Haus Platte im Repetal bei Attendorn erleben. Begrüßt wurde er durch die Vorsitzenden des Sauerland-Tourismus, Frank Linnekugel und Philipp Scharfenbaum, sowie das Hotelier-Paar Christof Platte und Gaby Platte.

Wüst zeigte sich sehr interessiert an der touristischen Entwicklung des Sauerlandes, insbesondere nach den Herausforderungen der Corona-Pandemie. Dr. Jürgen Fischbach, der Geschäftsführer des Sauerland-Tourismus, hob im Gespräch die besondere wirtschaftliche Bedeutung des Tourismus im Sauerland hervor.

Belastung durch „Krisen-ABC“

Mit jährlich rund drei Milliarden Euro Bruttoumsatz trage das Gastgewerbe wesentlich zur Wertschöpfung in der Region bei. Angesprochen wurden aber auch die Herausforderungen. Das buchstäbliche Krisen-ABC „Autobahn-Borkenkäfer-Corona“ belaste die Branche sehr, berichtete Frank Linnekugel.

Besonders wichtig werde es für die Zukunft sein, ein attraktives Landschaftsbild im Sauerland zu erhalten. Scharfenbaum betonte zu diesem Themenkomplex die Bedeutung, die der Waldumbau in Folge der Waldkalamität und dabei besonders die Wiederherstellung der Waldwege für die Waldbauern und den Forst habe.

Waldwege wichtig für Aktivitäten

Aber auch der Tourismus sei davon unmittelbar betroffen, da die vielen Waldwege Grundlage für Outdooraktivitäten wie Wandern und Radfahren sind, von denen die Nachfrage im Sauerland ganz erheblich abhängt.

Neben dem Waldumbau spiele auch das Thema Windkraft eine Rolle. Stellvertretend berichtete Hotelier Christof Platte dazu über seine Sorgen, die ein unkontrollierter Ausbau der Windkraft auf die touristische Nachfrage in seinem Betrieb und im Sauerland haben könnte.

Ministerpräsident Hendrik Wüst nahm diese Sorge sehr ernst und bekräftigte das verantwortungsbewusste Handeln der Landesregierung in diesem Zusammenhang.

Fachkräftemangel thematisiert

Ein intensiver Austausch erfolgte auch zum Thema Fachkräftemangel im Gastgewerbe. Christof Platte berichtete über die erfolgreiche Integration von ukrainischen Geflüchteten und Arbeitskräften aus verschiedenen Herkunftsländern bei ihm im Betrieb. Philipp Scharfenbaum warb beim Regierungschef in diesem Kontext für einen flexibleren Rechtsrahmen für die örtlichen Ausländerbehörden.

Ministerpräsident Wüst bedankte sich für den interessanten einstündigen Austausch und setzte sein Besuchsprogramm anschließend in Richtung Attendorn fort.

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