Austausch über Herausforderungen und Potentiale der Mutterkuhhaltung

Rückkehr des Wolfes


Florian Müller traf den Arbeitskreis Mutterkuh im Olper Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. von Büro Florian Müller
Florian Müller traf den Arbeitskreis Mutterkuh im Olper Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband. © Büro Florian Müller

Kreis Olpe. Der heimische Bundestagsabgeordnete Florian Müller (CDU) hat sich mit dem Arbeitskreis Mutterkuh im Olper Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverband zu einem Austausch getroffen.


Mit den Vorsitzenden Matthias Stuff, Michael Stinn und Tobias Belke und weiteren Mitgliedern hat Müller dabei über die Herausforderungen und Potentiale der Mutterkuhhaltung gesprochen. „Wir erwarten eine verlässliche Unterstützung unserer Arbeit. Denn wir sorgen für eine schonende Nutzung der heimischen Weiden und prägen mit der Weidehaltung unserer Tiere das Landschaftsbild im Sauerland“, so Matthias Stuff.

Sorgen macht dem Nebenerwerbslandwirt aus Olpe-Hohl vor allem eines: Die Rückkehr des Wolfes. „Für Weidetierhalter stellt der Wolf eine existenzielle Bedrohung dar“, stellt Matthias Stuff klar. Kürzlich hat sich die erste Wölfin bei Herscheid niedergelassen. Das stellt die Mutterkuhhalter, die im Kreis Olpe ausnahmslos im Nebenerwerb tätig sind, vor existenzgefährdende Belastungen.

Der Besuch beim Arbeitskreis Mutterkuh zeigt Florian Müller, dass ein effektives Wolfsbestandmanagement erforderlich ist, um die Bedrohung durch Angriffe zu minimieren. Die Herausforderung besteht darin, eine ganzheitliche Lösung zu finden, die einen Ausgleich zwischen dem Schutz von Menschen, Weidetieren und Wölfen, wirtschaftlichen Bedürfnissen und dem Umweltschutz findet.

Praxisorientierte Beispiele

„Wir müssen den Wolf im Rahmen des Artenschutzes herunterstufen, damit wir ein Bestandsmanagement entwickeln können“, so Müller. Andere europäische Länder wie Schweden, Finnland oder Frankreich liefern dabei praxisorientierte Beispiele. Der Erhaltungszustand müsse geprüft und jährlich bewertet werden und eine Obergrenze für die Population festgelegt werden.

Müller will sich weiterhin für die notwendigen Regularien einsetzen und nimmt das Unbehagen der Weidetierhalter und Landwirte ernst. „So können wir auch wolfsfreie Zonen schaffen, in denen Weidetierhaltung notwendig ist oder Schutz nicht zu gewährleisten. Der Schutz von Menschen und Eigentum muss dabei Priorität haben.“

Die Mutterkuhhaltung steht für eine natürliche Tierhaltung. In dieser naturnahen Wirtschaftsform

wachsen Jungtiere in enger Bindung zu ihren Müttern auf, bevor sie zur Fleischproduktion gemästet werden oder auch in der Herde verbleiben. Die warmen Monate verbringen die Herden auf der Weide und prägen das sauerländische Landschaftsbild. Die Haltungsform gewinnt an Verbreitung und hat sich als landwirtschaftlicher Wirtschaftszweig in Regionen mit viel Grünland bewährt.

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