Arbeitslosigkeit sinkt - Beschäftigtenzahl erreicht Höchststand
Positive Entwicklung auf Arbeitsmarkt
- Kreis Olpe, 31.03.2023
- Wirtschaft
Kreis Olpe/Siegen. Die Arbeitslosigkeit ist im März erneut weiter leicht gesunken und setzt somit die positive Entwicklung des Vormonats fort. Im Kreis Olpe waren insgesamt 3.183 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 79 Personen oder 2,4 Prozent weniger als im Februar.

Im Vergleich zum März des Vorjahres steigt die Zahl der Arbeitslosen um 550 Personen bzw. 20,9 Prozent. Die Arbeitslosenquote beträgt im März 4,1 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 3,3 Prozent.




Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) rechnet in seiner Frühjahrsprognose mit einem Plus bei der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung und damit einem neuen Allzeithoch in Deutschland. Auch im hiesigen Agenturbezirk liegt die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten im März 2023 um 1,3 Prozent höher als im Vorjahr und erreicht mit 182.970 einen neuen Höchststand.


Stephanie Krömer, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen, erklärt die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt im Rückblick und für den aktuellen Monat: „Der Anstieg der Arbeitslosenzahlen in der zweiten Hälfte des Vorjahres lässt sich mit der Registrierung ukrainischer Geflüchteter erklären. Für das laufende Jahr sehen wir aktuell keine großen Änderungen in der Zahl der von Arbeitslosigkeit Betroffenen.
Im Gegenteil: Die Region hat mit einem Arbeits- und Fachkräfteengpässen zu kämpfen. Die hiesigen Betriebe haben erfreulicherweise auch in schweren Zeiten an ihrer Belegschaft festgehalten. Jetzt gilt es, die Unternehmen in ihrer Bereitschaft zu unterstützen, in ihr wichtigstes Hab und Gut, dem Personal, zu investieren.“

Die Gefahr, ohne Ausbildung arbeitslos zu werden, ist statistisch gesehen drei- bis viermal höher als mit einer Ausbildung im eigenen Lebenslauf. Im Agenturbezirk ist festzustellen, dass sich immer mehr Jugendliche wieder auf Ausbildungssuche begeben.
Der Trend zu sinkenden Bewerberzahlen ist gestoppt, die Zahl der unbesetzten Stellen bleibt weiter hoch. So haben Ausbildungswillige die Qual der Wahl – vor allem im Handel (weiterer Bericht folgt).
