Arbeitslosigkeit im Kreis Olpe im Februar leicht gestiegen
Saisonale Effekte
- Kreis Olpe, 27.02.2026
- Wirtschaft
Kreis Olpe. Mangelnde Dynamik kennzeichnet den Arbeitsmarkt im Bezirk der Arbeitsagentur Siegen. Im Kreis Olpe ist die Zahl der Arbeitslosen im Februar leicht gestiegen. 3.796 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 18 mehr (0,5 Prozent) als im Januar und 13 bzw. 0,3 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Die Arbeitslosenquote betrug 4,8 Prozent und war identisch zum Vormonats- und Vorjahresniveau. Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 724 Personen arbeitslos. Davon kamen 276 Personen direkt aus Erwerbstätigkeit. 696 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 234 eine Erwerbstätigkeit auf.

Die Unternehmen suchen weiterhin Mitarbeitende: 212 Stellen wurden im Februar neu gemeldet - 75 mehr als im Vormonat und 31 mehr als vor einem Jahr. Die meisten freien Stellen gibt es aktuell in den Branchen sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen, verarbeitendes Gewerbe, Kfz-Handel und -Reparatur, Baugewerbe und Gastgewerbe. Aktuell befinden sich 902 freie Stellen im Bestand der Arbeitsagentur.

Merklich stieg im Februar die Jugendarbeitslosigkeit an. 108 Menschen zwischen 15 und 25 Jahren haben sich im Februar arbeitslos gemeldet. Einige von ihnen haben ihre Ausbildung im Vormonat beendet.
Simone Stuhrmann, Geschäftsführerin Operativ der Siegener Arbeitsagentur, ordnet die Entwicklung wie folgt ein: „Die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt ist weiterhin von saisonalen Effekten, witterungsbedingten Einflüssen und einer insgesamt gedämpften konjunkturellen Situation geprägt. Entsprechend bleibt auch die Stimmung und Einstellungsbereitschaft vielerorts verhalten. Wir gehen erfahrungsgemäß davon aus, dass mit steigenden Temperaturen wieder mehr Bewegung in viele Berufe zurückkehrt.“

Frauen sind im Agenturbezirk Siegen überdurchschnittlich häufig in Branchen beschäftigt, die sich als besonders krisenfest und zukunftssicher erweisen. Dazu zählen das Gesundheits- und Sozialwesen, erzieherische und pflegerische Tätigkeiten, das Bildungswesen sowie weitere personenbezogene Dienstleistungen.
Weiterhin stabilisierend wirkt sich die Tatsache aus, dass die vorgenannten Branchen weniger konjunkturellen Schwankungen unterliegen. Ein wachsender Beitrag zur Beschäftigungsentwicklung geht von ausländischen Frauen aus. Hier ist eine Zunahme von 8 Prozent zu verzeichnen. Dies trägt auch perspektivisch zur Fachkräftesicherung bei, insbesondere in sozialen, pflegerischen und dienstleistungsnahen Berufen.




