Apotheken rufen zur Grippe-Impfung auf
Impfnacht wieder im Kreis Olpe
- Kreis Olpe, 03.10.2026
- Gesundheit & Medizin
Kreis Olpe. Die Apotheker in Westfalen-Lippe appellieren, sich nun im Herbst gegen Grippe impfen zu lassen. Viele Apotheken in der Region bieten arbeitnehmerfreundliche Impftermine an – am 12. November sogar bis in den späten Abend hinein. Dann findet die alljährliche lange Nacht des Impfens statt.

Was Hänschen lernt, verlernt Hans immer mehr. Mehr als 90 Prozent aller Babys sind gegen lebensgefährliche Erkrankungen geimpft. Erwachsene hingegen sind zunehmend impfmüde. Beispiel Virus-Grippe:
In der Saison 2024/25 ist die Impf-Quote bei Menschen ab 60 Jahren auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gesunken. Sie liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit wie auch in NRW gerade einmal bei 34 Prozent.




Im Kreis Olpe sind es mit 36 Prozent nur wenig mehr. Weltgesundheitsorganisation und Europäische Union haben hingegen eine Quote von 75 Prozent als Ziel ausgegeben.
„Die Virus-Grippe ist keine harmlose Erkrankung, sondern kann sehr schwer verlaufen. Jedes Jahr verursacht sie in Deutschland Tausende Todesfälle. Deshalb bitten wir die Menschen ganz dringend: Lassen Sie sich impfen, wenn Sie 60 Jahre und älter sind oder an einer chronischen Erkrankung leiden.

Jetzt im Oktober und November ist die beste Zeit dafür“, sagt Ulf Ullenboom, Vorsitzender der Bezirksgruppe Olpe im Apothekerverband Westfalen-Lippe (AVWL).
„Neben Arztpraxen bieten Apotheken in Westfalen-Lippe Impfungen an, oft auch in Randzeiten wie am Freitagnach- oder Samstagvormittag.“ Zudem gebe es in vielen Impf-Apotheken am 12. November bei der langen Nacht des Impfens wieder Termine bis in den späten Abend hinein.

Die Aktion sei in den vergangenen Jahren auf eine sehr große Resonanz gestoßen, sagt Ulf Ullenboom. „Die Apotheken informieren mit Aushängen, ob Sie impfen und ob sie sich an der langen Nacht beteiligen.“
„Denken Sie bitte auch daran, dass Sie durch eine Impfung nicht nur sich selbst schützen, sondern auch andere Menschen, die nicht geimpft werden können oder bei denen die Impfung nicht die volle Wirkung entfalten kann“, so Ulf Ullenboom.
Zudem schütze jeder Geimpfte das Gesundheitssystem wie auch die Gesellschaft. Denn die saisonale Grippewelle führe jedes Jahr zu Millionen von Arztbesuchen, Tausenden von Klinikaufenthalten und langen Krankschreibungen.
„Wer sich impfen lässt, entlastet also die Volkswirtschaft und das Gesundheitssystem. In Zeiten, in denen wir über schmerzhafte Reformen diskutieren, um zu verhindern, dass Krankenkassenbeiträge weiter steigen, sollte dies jeder bedenken.“
