Annahmestelle in Finnentrop übertrifft Ziel bei Weihnachten im Schuhkarton

Engagement und Herzlichkeit


Verena Hanses strahlt. Ihre neue Annahmestelle in Schönholthausen für „Weihnachten im Schuhkarton“ ist gut angenommen worden. von Manuela Winkemann
Verena Hanses strahlt. Ihre neue Annahmestelle in Schönholthausen für „Weihnachten im Schuhkarton“ ist gut angenommen worden. © Manuela Winkemann

Kreis Olpe. Ein großer Aufsteller direkt vor dem Haus, an der Tür zu ihrem weihnachtlich dekorierten Keller ein Zettel mit freundlichen Hinweisen – so war die neue Annahmestelle für „Weihnachten im Schuhkarton“ von Verena Hanses in Schönholthausen leicht zu finden.


Begeistert von der Idee des christlichen Hilfsprojektes und aufgrund neuer zeitlicher Möglichkeiten, wollte die Mutter von drei erwachsenen Kindern gern aktiver werden und startete im Oktober eine Annahmestelle an der Weusperter Straße. Zehn Päckchen hatte sich Verena Hanses insgeheim erhofft, 36 sind es geworden.

„Mein persönliches Ziel wurde weit übertroffen“, freut sich die 46-Jährige und erinnert sich an viele schöne Begegnungen. „Es war herrlich, mitzuerleben, wenn Finnentroper Kinder mit bunten und schön verzierten Kartons vor der Tür standen.“

Die offizielle Sammelstelle befindet sich in Plettenberg. Das dortige „Weihnachtsteam“ der Evangelischen Kirchengemeinde konnte jetzt insgesamt 964 Schuhkarton-Geschenke zu bedürftigen Kindern nach Osteuropa auf die Reise schicken.

Schuhkartons der Gedia-Azubis

Neben Plettenberg und Finnentrop betreut das Team weitere Annahmestellen in Werdohl, Herscheid und Attendorn. Jörg Lehmann nahm in seinen beiden Attendorner Apotheken knapp 90 Päckchen entgegen.

35 Schuhkarton-Geschenke steuerten die Auszubildenden der Firma Gedia in Attendorn bei, die sich seit vergangenem Jahr für das Hilfsprojekt engagieren. Und das Unternehmen Brill und Adloff in Kirchveischede unterstützte die Aktion bereits zum sechsten Mal und packte statt Kundenpräsenten wieder für den guten Zweck.

Auch die Gedia-Azubis beteiligten sich an der Aktion. von Manuela Winkemann
Auch die Gedia-Azubis beteiligten sich an der Aktion. © Manuela Winkemann

Im Rahmen einer betriebsinternen Packparty sind 50 Schuhkarton-Geschenke für osteuropäische Mädchen und Jungen im Alter von 10 bis 14 Jahren zusammengekommen. „Das sind Kinder, die wenig zu lachen haben, das hat mein Herz berührt“, bringt Larissa Brill, kaufmännische Leiterin im Familienunternehmen, ihre Motivation auf den Punkt.

Erste Lkw unterwegs

Die ersten Lkw sind bereits unterwegs, damit die Geschenke rechtzeitig ankommen. Sobald die Spedition abfährt, passiert alles Weitere in der Hauptzentrale in Berlin, und ist es normalerweise nicht möglich, zu erfahren, wohin die Päckchen aus der heimischen Sammelstelle geschickt werden.

„Aber in diesen Tagen arbeitete die Leiterin der Valberter Sammelstelle in der Berliner Weihnachtswerkstatt mit und kontrollierte mit ihrer Familie doch tatsächlich unsere Fuhre aus Plettenberg“, erzählt freudestrahlend Manuela Winkemann vom Organisationsteam der evangelischen Kirchengemeinde Plettenberg. „Daher konnte sie uns auch mitteilen, wohin die meisten unserer Kartons gehen werden: nämlich nach Bulgarien“, freut sie sich.

Die Apotheke in Schwalbenohl war eine von neun Annahmestellen. von Manuela Winkemann
Die Apotheke in Schwalbenohl war eine von neun Annahmestellen. © Manuela Winkemann

Verena Hanses ist ebenfalls begeistert. „Viele Menschen haben mit ihren gepackten Kartons dafür gesorgt, dass Weihnachten schon ein Stück näher rückte. Dankeschön an alle, die sich an der Aktion beteiligt haben!“ Für sie ist klar: Im nächsten Jahr ist sie erneut dabei und die Kellertür wieder geöffnet.

Artikel teilen: