Aktuelle Betrugsfälle im Internet: Vor finanziellen Verlusten schützen
Polizei im Kreis Olpe warnt
- Kreis Olpe, 21.11.2023
- Blaulicht
Kreis Olpe. Online-Betrug ist vielfältig und nicht immer leicht zu entdecken. Besonders in der Vorweihnachtszeit wittern Betrüger das „große“ Geschäft. Daher gilt es, besonders vorsichtig beim Einkauf im Internet zu sein – dies gilt auch für die Bürger im Kreis Olpe.

Bei der Polizei in Olpe erstatten regelmäßig Bürger Anzeige, da sie Opfer von Betrügern im Internet geworden sind. Dabei sind die Betrugsmaschen vielfältig: Am Montag, 20. November, erstattete eine 46-Jährige Anzeige, da sie eine Handtasche in einer privaten Verkaufsgruppe erworben hatte.
Im Facebook-Messenger hatte sie anschließend Kontakt mit der Verkäuferin. Der Kontakt brach schließlich ab, nachdem die Geschädigte die Verkäuferin mehrfach aufgefordert hatte, die Ware zu liefern.





Einen ähnlichen Sachverhalt brachte eine 55-Jährige ebenfalls am Montag zur Anzeige: Sie erwarb auf einer Internetplattform eine Küchenmaschine zu einem vermeintlichen Schnäppchenpreis – sie erhielt weder die Ware noch ihr Geld zurück.
Gleiches widerfuhr einem 33-Jährigen, der am Montag die Polizeiwache aufsuchte, da er Konzertkarten auf einem Internetportal erwarb. Auch er erhielt weder die Karten noch sein Geld zurück.



In allen Fällen erlitten die Opfer einen Vermögensschaden von mehreren hundert Euro. An den verschiedenen Sachverhalten wird deutlich, dass Internetbetrug vielfältig ist. Zudem kann jede und jeder Opfer eines solchen Betruges werden.
Die Möglichkeit, ausverkaufte Konzerttickets, die schon lange gewünschte Küchenmaschine oder auch die Markenhandtasche zu erwerben, ist im Internet vorhanden. Bei besonders günstigen Preisen ist es dann noch verlockender, auf ein Angebot einzugehen.

Tipps der Polizei
Damit auch alle (Weihnachts-)Geschenke und Waren geliefert werden, gibt es einige Verhaltenshinweise, die helfen können, sich vor Online-Betrügern zu schützen:
Es ist ratsam, bei besonders günstigen Angeboten skeptisch zu sein. Wenn beispielsweise eine Küchenmaschine nur 200 Euro kostet, während der Hersteller den regulären Preis mit 1.300 Euro angibt, könnte dies ein Warnsignal für einen möglichen Betrug sein.
Es ist wichtig, grundsätzlich keine Vorauszahlungen an unbekannte Anbieter zu leisten und sich nicht dazu drängen zu lassen. Vertrauenswürdige Verkäufer verwenden Zahlungsmethoden, die einen Käuferschutz bieten. Zusätzlich empfiehlt es sich, die Ware persönlich abzuholen und erst vor Ort zu bezahlen, wenn das möglich ist.
Generell sollten sich Käufer nicht von guten Kundenbewertungen oder Ausweisdokumenten hinters Licht führen lassen. Sowohl Bewertungen als auch Ausweisdokumente können gefälscht sein.
Wer Opfer eines Betruges geworden ist, sollte umgehend die Polizei sowie seine Hausbank kontaktieren und Anzeige erstatten. Weitere Informationen gibt es online.
