Aktionstag „Orange-the-world“: Gewalt an Frauen zurückdrängen


Symbolfoto. von Pixabay
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Kreis Olpe. Unter dem Motto „Orange-the-world“ findet am Samstag, 25. November, der alljährliche internationale Aktionstag gegen Gewalt an Frauen statt.


Dazu erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Christin-Marie Stamm: „Jede dritte Frau in Deutschland wird mindestens einmal in ihrem Leben Opfer von physischer beziehungsweise sexualisierter Gewalt. An jedem dritten Tag wird eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet. Das sind erschreckende Zahlen, die wir nicht tatenlos hinnehmen! Die orangene Hand ist das Symbol für unsere klare Botschaft: Die Gewalt gegen Frauen muss enden!“

Seit der Pandemie seien die Deliktzahlen im Bereich der Häuslichen- und Partnerschaftsgewalt um über elf Prozent angestiegen. „In vier von fünf Fällen sind die Opfer weiblich. Darum müssen wir die Hilfs- und Schutzangebote für Frauen weiter verstärken“, so Christin-Marie Stamm.

„Dazu gehört ein flächendeckender Ausbau der psychosozialen Beratung auch im ländlichen Raum. Aber wir brauchen auch deutlich mehr Schutzplätze in Frauenhäusern. Die Istanbul-Konvention verpflichtet uns, einen Schutzplatz pro 10.000 Einwohner einzurichten“, so die Abgeordnete.

Zu wenig Plätze in NRW

In Nordrhein-Westfalen gebe es aber nur etwa 700 statt der geforderten 1.800 Plätze. „Auch NRW-Frauenministerin Paul ist in der Verantwortung, den Ausbau der Schutzinfrastruktur entschieden voranzutreiben!“ Als stellvertretende Vorsitzende des Landtagsausschusses für Frauen und Gleichstellung ist Stamm im regelmäßigen Austausch mit Hilfsorganisationen und Betroffenenverbänden.

„Die Beratungsstellen und Frauenrechtsaktivistinnen leisten großartige Arbeit. Sie verdienen unsere volle Unterstützung!“, so die SPD-Politikerin. Dazu gehöre auch ein verstärktes Engagement gegen Femizide: „Femizide bezeichnen Tötungen von Frauen, die getötet werden, einfach weil sie Frauen sind. Hier ist nicht nur entschlossene Strafverfolgung notwendig“, so Christin-Marie Stamm.

Es bedürfe deutlich mehr Präventionsarbeit schon in der Erziehungsarbeit und an Schulen, damit Respekt vor der Unversehrtheit von Frauen von Kindesbeinen an erlernt werde.

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