Ältere Menschen müssen an Hitzetagen künftig häufiger ins Krankenhaus

Klimawandel für die Gesundheit bedeutsam


Es wird immer wärmer. Die hitzebedingten Klinikeinweisungen im Kreis Olpe für Menschen über 65 Jahre könnten in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. von AOK/hfr.
Es wird immer wärmer. Die hitzebedingten Klinikeinweisungen im Kreis Olpe für Menschen über 65 Jahre könnten in den nächsten Jahren deutlich zunehmen. © AOK/hfr.

Kreis Olpe. Die Klimakrise ist nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein medizinischer Notfall: Im Kreis Olpe könnten in den nächsten Jahren immer häufiger ältere Menschen an Hitzetagen ins Krankenhaus eingewiesen werden. Das geht aus dem Versorgungs-Report ‚Klima und Gesundheit‘ des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervor.


Danach ist jeder Vierte über 65 Jahre überdurchschnittlich gefährdet, an heißen Tagen gesundheitliche Probleme zu bekommen und deswegen ins Krankenhaus zu müssen. Der Report zeigt auf, wie stark der Klimawandel die Gesundheit der Menschen auch in der Region Westfalen-Lippe in Zukunft beeinträchtigen könnte.

Maßnahmen ergreifen

Besonders hitzegefährdet sind Menschen mit Demenz und Alzheimer sowie anderen Erkrankungen wie zum Beispiel Niereninsuffizienz, Depressionen, Diabetes und chronischen Atemwegserkrankungen. In Westfalen-Lippe kam es im Jahre 2018 insgesamt zu 256 hitzebedingten Klinikeinweisungen je Million älterer AOK-Versicherter ab 65 Jahren. Im Kreis Olpe lag der Wert 42,3 Prozent unter dem Durchschnitt für Westfalen-Lippe.

Das Problem ist jedoch: wenn die Erderwärmung ungebremst voranschreitet und keine weiteren Maßnahmen zur CO2-Reduktion ergriffen werden, dann könnten sich die Werte künftig noch weiter verschlechtern.

Es ist wichtig, Maßnahmen gegen den Klimawandel zu ergreifen, um eine Belastung des Gesundheits- und Pflegesystems zu vermeiden. Darüber hinaus muss die Bevölkerung stärker über Risiken des Klimawandels informiert werden, um sich besser schützen zu können“, so Dirk Schneider von der AOK.

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