Abschied naht: Kreiskönigspaar blickt auf drei besondere Jahre zurück

Anna und Alexander „Baddle“ Stupperich: „Danke für alles“


  • Kreis Olpe, 24.08.2026
  • Schützenfest
  • Von Nils Dinkel
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Alexander und Anna Stupperich beim Jubiläumsfestzug des Schützenvereins Drolshagen. von Nils Dinkel
Alexander und Anna Stupperich beim Jubiläumsfestzug des Schützenvereins Drolshagen. © Nils Dinkel

Kreis Olpe. Elf Festzüge, viele neue Freundschaften und unzählige besondere Begegnungen: Beim Kreisschützenfest in Elspe endet nach drei Jahren Amtszeit die Regentschaft von Anna und Alexander „Baddle“ Stupperich. Das Kreiskönigspaar von 2023 blickt mit Begeisterung auf drei außergewöhnliche Jahre zurück und mit Wehmut auf den nahenden Abschied – und würde den entscheidenden Schuss jederzeit wieder wagen.


Es war der 78. Schuss, der für Anna und Alexander Stupperich einiges verändern sollte. Beim Kreisschützenfest 2023 setzte sich Alexander Stupperich gegen 18 Mitbewerber durch und holte den Vogel von der Stange. Drei Jahre später steht das Ende einer Regentschaft bevor, die das Paar an viele Orte im Kreis Olpe und darüber hinaus geführt hat.

Stupperich wusste schon vorher, wie sich eine Regentschaft anfühlt: 2009 war er Jungschützenkönig in Benolpe, 2023 regierte er als Schützenkönig in Altenhundem. Doch Kreiskönig zu sein, das war noch einmal etwas anderes.

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Wenn die beiden einen Moment ihrer drei Jahre herausheben sollen, landen sie wieder ganz am Anfang: beim Königsschuss und beim Festzug des Kreisschützenfestes. Besonders das Antreten im Schlosshof von Lenhausen bei bestem Wetter ist ihnen in positiver Erinnerung geblieben.

Elf Festzüge und ein Abstecher zum Mondsee

Danach begann eine Reise durch das Schützenwesen im Kreis Olpe. Zu elf externen Festzügen waren Anna und Alexander Stupperich als Kreiskönigspaar unterwegs, zu zwölf Festen waren sie eingeladen. Dazu kamen einige freiwillige Auftritte – beispielsweise beim Europaschützenfest am Mondsee.

Kreiskönig Alexander Stupperich beim Schützenfest in Altenhundem. von Nils Dinkel
Kreiskönig Alexander Stupperich beim Schützenfest in Altenhundem. © Nils Dinkel

Und fast jedes Fest hinterließ seine eigene Geschichte. In Brün absolvierten sie ihren ersten offiziellen Einsatz. Nach dem Festzug in Milchenbach ging es spontan noch nach Oberelspe. Nach Rehringhausen reiste sogar ein Bus mit rund 50 Altenhundemern mit.

Ennest hat's den Stupperichs angetan

Ein Ort hat es den beiden besonders angetan: Ennest. Eine zufällige Begegnung an der Theke kurz nach dem Königsschuss war der Anfang. Später wurden sie nach dem Festzug eingeladen, über Nacht zu bleiben und den Montagsfrühschoppen mitzuerleben.

Ehrenschuss, Eintritt in den Verein und neue Freundschaften inklusive. Seitdem kehrten sie immer wieder zurück. „Eines ist sicher: Das wird nicht unser letzter Besuch in Ennest gewesen sein“, sind sich die Beiden einig.

Eine besondere Wette unter dem Motto „100 Liter für 100 Schützen beim Festzug in Benolpe“ zwischen den Schützenvereinen Altenhundem und Benolpe hat die Verbindung beider Vereine gestärkt – auch hieran denkt das Kreiskönigspaar gerne zurück.

„Wenn mein Mann so positiv verrückt ist und den Vogel abschießt, dann darf ich auch ein wenig positiv verrückt sein und mich auf die Kleider freuen!”
— Anna Stupperich

Auch für Anna Stupperich hinterlässt jedes Jahr seine ganz eigenen Erinnerungen – nicht zuletzt im Kleiderschrank. Für jedes Jahr der Regentschaft suchte sie sich ein neues Kleid aus. Einen Favoriten gibt es nicht. Mit jedem verbinde sie besondere Erinnerungen.

„Wenn mein Mann so positiv verrückt ist und den Vogel abschießt, dann darf ich auch ein wenig positiv verrückt sein und mich auf die Kleider freuen“, sagt Anna Stupperich mit einem Lachen.

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Impressionen vom großen Jubiläumsfestzug am Schützenfest-Samstag in Milchenbach.

Und der volle Terminkalender? Das heimische Sofa sei trotz allem nie verlockender gewesen als der nächste Festzug. Dazu habe auch die Begleitung der Offiziere beigetragen: „Die, die uns begleitet haben, waren immer gut drauf, und so war der Spaß vorprogrammiert. Mit Stefan Ohm und Dennis Barchet waren sogar zwei Offiziere bei neun von elf Festen an unserer Seite – eine nicht selbstverständliche Tatsache.“

Der Spaß war vorprogrammiert

Gerade durch die vielen Besuche haben die Stupperichs erlebt, wie unterschiedlich die Vereine im Kreis ihre Traditionen pflegen. Beeindruckt habe sie das Herzblut, mit dem jeder Verein seine eigene Geschichte lebe. Gleichzeitig seien die Herausforderungen unübersehbar: sinkende Besucherzahlen, fehlende Schausteller und steigende Kosten.

Umso wichtiger seien die Begegnungen gewesen. „Genau diese Begegnungen machen das Schützenwesen im Kreis Olpe so besonders.“

Abschied mit Wehmut

Wenn beim Kreisschützenfest in Elspe ein neues Kreiskönigspaar ermittelt wird, endet diese Zeit – und Wehmut überwiegt bei Anna und Alexander Stupperich deutlich. Ein wenig mehr Freiraum kommt allerdings nicht ungelegen: Im November werden die Eltern eines Sohnes zum zweiten Mal Eltern.

An die Schießberechtigten beim Kreisschützenfest haben sie deshalb zum Abschied einen klaren Appell: „Wenn ihr die Chance habt, Kreiskönig oder Kreiskönigin zu werden, dann nutzt sie. Es ist eine einmalige Erfahrung.“

Der Rat der Stupperichs ist, „die Zeit in vollen Zügen zu genießen.“ Zum Abschied bleibt vor allem Dankbarkeit – gegenüber Familien und Freunden, den Hofstaaten, dem Kreisvorstand, den Offizieren, den Schützenvereinen Altenhundem und Benolpe und den Menschen, die gefahren, organisiert, begleitet, kurzfristig geholfen oder einfach vom Straßenrand zugejubelt haben. „Danke für alles und Horrido!“

Übrigens: In wenigen Tagen werden die Anmeldeportale für die beiden Vogelschießen beim Kreisschützenfest geöffnet. Mehr dazu lest ihr dann hier bei LokalPlus.

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