A45: Startschuss für sechsspurigen Ausbau in der Region gefallen
Spatenstich für zwei neue Talbrücken bei Siegen
- Kreis Olpe, 18.09.2017
Kreis Olpe/Siegen. Mit dem offiziellen Spatenstich durch Vertreter von Bund und Land haben am Montag, 18. September, die Arbeiten für zwei neue Talbrücken im Verlauf der A45 bei Siegen begonnen – und damit auch für den sechsstreifigen Ausbau in der Region. In rund fünf Jahren sollen die fast 120 Millionen Euro teuren Arbeiten abgeschlossen werden. Sie sind Teil der kompletten Erneuerung der A45 zwischen Dortmund und der hessischen Landesgrenze. Alle 38 Talbrücken der Autobahn werden in den nächsten Jahren erneuert, und die Autobahn wird nahezu komplett verbreitert, um den heutigen Verkehrsbelastungen Stand zu halten.

Von einem „weiteren Meilstein" beim Ausbau der A45 sprach NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst. „Jetzt gilt es, die Bauzeit von fünf Jahren einzuhalten und mit einem klugen Baustellenmanagement die Verkehrseinschränkungen so gering wie möglich zu halten", so der Minister: „Ich finde es gut, dass Straßen.NRW die A45 nicht zu einer riesen Baustelle macht, sondern die Arbeiten an einzelnen Stellen bündelt und dazwischen immer genügend baustellenfreie Strecke verbleibt", sagte Wüst weiter.





Zwei Jahre und neun Monate Planungszeit liegen hinter den Experten von Straßen.NRW. Die Brücken Rälsbach und Rinsdorf werden mit dem Neubau den heutigen Kapazitätsanforderungen angepasst, aber auch die Tragfähigkeit der alten Brücken entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen. Schon vor einiger Zeit ist ein Lkw-Überholverbot sowie ein Verbot für schwere Sondertransporte ausgesprochen worden. Die Brücken der A45 sind ab den 60-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts entstanden. Belastungen von fast 70.000 Fahrzeugen täglich mit mehr als 11.000 Lastkraftwagen waren damals nicht denkbar. Und die Prognosen für 2025 liegen bei 75.000 Fahrzeugen am Tag mit 17.000 Lkw. Das ist auch ein Grund für die 1,6 Kilometer langen neuen Lärmschutzwände, die im Zusammenhang mit der Baumaßnahme entstehen.
Und auch an die Umwelt wird gedacht: Tiere werden mit Horsten und Nistkästen geschützt, einheimische Gehölze und Hecken werden in der Region gepflanzt. Der bislang in einem Rohr unter der Erde fließende Rälsbach wird wieder frei gelegt, der Landschaftsplan sieht darüber hinaus die Anlage eines „strukturreichen Waldrandes" vor.


