500 Kindergartenplätze sollen im Kreis Olpe entstehen

Zwei Millionen Euro vom Land


Sabine Krippendorf und Jochen Ritter diskutieren den Investitionsplan Kinderbetreuung für den Kreis Olpe am Rande der Sitzung der CDU-Fraktion. von CDU
Sabine Krippendorf und Jochen Ritter diskutieren den Investitionsplan Kinderbetreuung für den Kreis Olpe am Rande der Sitzung der CDU-Fraktion. © CDU

Kreis Olpe. Im Kreis Olpe fehlen kurzfristig mehrere hundert Betreuungsplätze für Kinder im Alter von unter sechs Jahren. Die CDU-Kreistagsfraktion hat sich ausführlich mit der Thematik beschäftigt. „Wir geben richtig Gas“, ist die Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses im Kreis Olpe, Sabine Krippendorf, jetzt aber von Abhilfe überzeugt: „Rund 500 Plätze sind bereits in der ganz konkreten Planung bzw. Umsetzung.“


Dabei hilft die neue Investitionskostenrichtlinie in NRW. Die Förderungshöchstbeträge sind von 20.000 auf 30.000 Euro pro Betreuungsplatz für Neubauten angehoben worden. Aber auch bei Aus- und Umbau können 4500 Euro mehr für jeden Platz eingerechnet werden. Weil sich diese Summen noch vergleichsweise niedrig anfühlten, macht die Gesamtsumme für den Kreis Olpe Eindruck: Das Land gibt in den Kreis in diesem Jahr bis einschließlich Januar 2018 fast zwei Millionen Euro.

Der Landtagsabgeordnete Jochen Ritter ist überzeugt: „Die neue Landesregierung löst ihr Versprechen gegenüber den Kommunen ein. Die Gelder für Investitionen in die Kinderbetreuung werden nach einem transparenten Verfahren verteilt. Die Jugendämter erhalten durch die Finanzierungszusagen einen großen finanziellen Spielraum. So wird in einer angespannten Finanzsituation bei der Kinderbetreuung Planungssicherheit für alle beteiligten Akteure geschaffen.“
Bedürfnisse ernst nehmen
Sabine Krippendorf berichtete in der Fraktionssitzung der CDU, dass das Jugendamt „den Platzausbau für Kindertageseinrichtungen für Kinder von der Geburt bis zum Schuleintritt mit erhöhtem Druck angehen kann.“ Krippendorf und Ritter sind sich sicher, dass die Politik die Bedürfnisse junger Eltern ernst nehme und deutlich erweiterte Betreuungsmöglichkeiten schaffe. Damit solle nicht die Betreuung außerhalb der Familie forciert werden. Allerdings erhalten die Eltern eine echte Wahlmöglichkeit, was Art und Umfang der Betreuung angeht.

Dazu seien ein „abgestimmtes Vorgehen und vertrauensvolles Verhältnis zwischen Politik, der Verwaltung des Jugendamtes und besonders der freien Träger von Kindertagesstätten wichtig“ und garantiere außerdem Erfolg. „Wir haben beschlossen,“ so Sabine Krippendorf, „dass wir die Frage der Kinderbetreuung zu einem ständigen Tagesordnungspunkt in den Zusammenkünften der Fraktion machen. Das gilt, bis der Bedarf tatsächlich gedeckt ist.“
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