14 Millionen Euro für Glasfaser: Kreis Olpe erhält Förderzusage

Anschlüsse für mehr als 3.000 Adressen möglich


Symbolfoto. von pixabay.com
Symbolfoto. © pixabay.com

Kreis Olpe. Eine gute Nachricht für mehr als 3.000 Adressen im Kreis Olpe: Der Bund stellt erneut Fördermittel in vorläufiger Höhe von rund 14 Millionen Euro für den Glasfaserausbau in Aussicht.


Landrat Theo Melcher freut sich über die Förderzusage aus Berlin, die am Montag, 27. November, im Kreishaus eintraf: „Mit den zusätzlichen Fördermitteln können wir nun auch die letzten Adressen im Kreis Olpe mit Glasfaseranschlüssen versorgen, in denen die Netzbetreiber in den kommenden Jahren nicht selbst aktiv werden.“

3.100 Adressen profitieren

Grundlage der Förderzusage ist die Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes. Danach fördert der Bund den Breitbandausbau in Gebieten, in denen das vorhandene Netz den Teilnehmern nicht mindestens 500 Mbit/s im Download beziehungsweise 200 Mbit/s symmetrisch zuverlässig zur Verfügung stellen kann oder in denen ein solches Netz von den Telekommunikations-Unternehmen in den nächsten drei Jahren nicht eigenwirtschaftlich errichtet wird.

Nach Branchendialogen und einem Markterkundungsverfahren wurden in enger Abstimmung mit den sieben kreisangehörigen Städten und Kommunen rund 3.100 Adressen im Kreisgebiet identifiziert, die nun auf einen geförderten Glasfaseranschluss in den nächsten Jahren hoffen können.

Förderung von Bund, Land und Kommunen

Bevor es an den Ausbau gehen kann, warten noch einige Formalitäten auf den Kreis. Die Bundesförderung deckt 50 Prozent der kalkulierten Gesamtkosten ab. Daher muss zunächst noch eine Zuwendung des Landes Nordrhein-Westfalen über rund 8,6 Millionen Euro beantragt werden.

Die Städte und Gemeinden im Kreis Olpe wollen insgesamt rund 5,7 Millionen als Eigenanteil aufbringen. Außerdem ist ein europaweites Vergabeverfahren notwendig, um geeignete Netzbetreiber für den Ausbau zu finden. Dies alles wird einige Monate beanspruchen.

Der Breitbandausbau im Kreis Olpe wird mit Fördermitteln des Bundes, des Landes Nordrhein-Westfalen und der Kommunen im Kreis Olpe finanziert. Die kreiseigene Telekommunikationsgesellschaft Südwestfalen unterstützt und berät den Kreis Olpe bei den Förderverfahren.

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