10.800 Euro Differenz zwischen „reichen“ Olpern und „armen“ Lennestädtern

Einkommensstatistik zeigt Unterschiede


  • Kreis Olpe, 06.01.2023
  • Wirtschaft
  • Von Wolfgang Schneider
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Kreis Olpe. Die Menschen in Olpe gehören – statistisch gesehen – zu den wohlhabendsten im ganzen Land. Mit einem durchschnittlichen Jahreseinkommen von 51.504 Euro je Steuerpflichtigem liegt die Kreisstadt unter allen 396 Städten und Gemeinden in NRW auf dem 18. Platz. Und deutlich über dem Landeseinkommensdurchschnitt (vor Steuern) von 42.102 Euro je Steuerpflichtigen


Das zeigen Zahlen, die das Statistische Landesamt am Donnerstag, 5. Januar, veröffentlicht hat. Demnach verzeichneten Meerbusch (Rhein-Kreis Neuss) mit durchschnittlich 69.577 Euro je Steuerpflichtigen, Odenthal (Rheinisch-Bergischer Kreis) mit 60.196 Euro und Roetgen (Städteregion Aachen) mit 57.127 Euro die höchsten Durchschnittseinkommen im Land.

Auch in der Hansestadt Attendorn wird überdurchschnittlich verdient. Das Durchschnittseinkommen beträgt dort 47.295 Euro (Platz 54 unter allen Kommunen) und liegt fast 5.200 über dem NRW-Mittelwert. Den übertreffen auch die durchschnittlichen Einkünfte in

  • Kirchhundem: 44.591 Euro - Platz 110
  • Drolshagen: 44.429 Euro - Platz 113
  • Wenden: 43.600 Euro - Platz 139
Kreis Olpe auf Platz 11 im Land

Unter dem Landesschnitt liegen die Durchschnittseinkommen in Finnentrop (41.582 Euro, Platz 216). Schlusslicht im Kreis ist Lennestadt mit 40.572 Euro, was Platz 267 im Land bedeutet.

Die hohen Durchschnittseinkommen in Olpe und Attendorn sorgen für einen respektablen kreisweiten Durchschnitt von 45.053 Euro. Damit liegt der Kreis Olpe auf dem elfen Platz unter allen 53 Kreisen und kreisfreien Städten in NRW. Spitzenreiter sind Düsseldorf (52.501) , der Rheinisch-Bergischen Kreis (50.761) und Bonn (49.048). Am unteren Ende der Einkommensskala rangieren die kreisfreien Städte Gelsenkirchen (32 452) und Duisburg (32 346 Euro).

Infos zur Statistik
  • Die Zahlen beziehen sich auf das Jahr 2018 und beruhen auf den Ergebnissen der Lohn- und Einkommensteuer-Statistik.
  • Da es mehrere Jahre dauert, bis die Finanzbehörden die Daten freigeben, sind es die derzeit aktuellsten Zahlen.
  • Zu berücksichtigen ist außerdem, dass in der Statistik zusammenveranlagte Ehegatten als ein Steuerpflichtiger gezählt werden.
  • In die Statistik fließen die Einkünfte von Millionären ebenso ein wie von normalen Malochern und Rentner. Die Durchschnittswerte bedeuten deshalb keinesfalls, dass es allen Menschen gleich gut geht.
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