Wenn der Duft von leckeren Plätzchen durch die Backstube weht
LokalPlus-Serie „Alle Hände voll zu tun“
- Kirchhundem, 20.12.2025
- Verschiedenes
- Von Nicole Voss
Würdinghausen. Weihnachten, das bedeutet für viele Menschen vor allem Besinnlichkeit und zur Ruhe kommen. Für einige wird es jedoch gerade in der Vorweihnachtszeit und um die Feiertage trubelig. In der Serie „Alle Hände voll zu tun“ stellt LokalPlus Menschen vor, die alles geben, damit es beim Weihnachtsfest an nichts fehlt. Heute: ein Einblick in die Arbeit in der Backstube der Bäckerei Poggel in Würdinghausen.

„In der Weihnachtsbäckerei gibt es manche Leckerei“ – bei dem bekannten Weihnachtslied von Rolf Zuckowski können auch Christopher und Robin Poggel und ihr Geselle Lukas Schmidt kräftig mitsingen. Das Backen der Weihnachtsplätzchen und -stollen beschert dem Trio in den Vormittagsstunden leckere Düfte, die einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Es nimmt aber auch viel Zeit in Anspruch, die süßen Leckereien herzustellen. Der LokalPlus-Redaktion gewährt die Bäckerei Poggel einen Blick hinter die Kulissen in die Backstube.

Es ist 8 Uhr morgens. Während Lukas Schmidt nacheinander die Bleche mit dem fertigen Teig aus dem Kühlhaus holt, ist Christopher Poggel mit dem Ausstechen der Plätzchen beschäftigt.
Heute stehen Sahne-Schmand-Plätzchen auf der To-Do-Liste. Alleine der Name…Mhhhh. Und auch der optische Eindruck ist für das geschulte „Weihnachtsgebäck-Auge“ äußerst ansprechend. In Form von Rauten wird das Backwerk auf den Blechen drapiert, bevor es in den Ofen geschoben wird. Die Sahne-Schmand-Plätzchen nehmen die meiste Zeit in Anspruch, wissen die begeisterten Bäcker aus ihrer Erfahrung.
Christopher Poggel ist überzeugt, dass Optik und Verpackung beim Kauf von Plätzchen und Stollen die ersten entscheidenden Kriterien für die Kunden sind. Dann entscheidet sich, ob die Tüte mit dem süßen Inhalt gekauft wird. Punkt für das Trio. Widerstehen ist fast unmöglich.
Die Weihnachtszeit beginnt in der Backstube im Industriegebiet in Würdinghausen etwa Anfang November. „Wenn in den Supermärkten die ersten Weihnachtsartikel in den Regalen stehen, fragen die Kunden auch bei uns nach, wann es wieder Plätzchen gibt“, erklärt Christopher Poggel. Etwa dann wird auch das erste Weihnachtsgebäck hergestellt. „Natürlich nur, wenn es nicht zu warm ist. Bei 15 Grad Außentemperatur und Sonnenschein passt es nicht“, ergänzt der Bäcker aus Leidenschaft.

Seit etwa sechs Wochen wird das Tagesgeschäft also vom leckeren Weihnachtsbackwerk ergänzt. Die Renner unter den neun Plätzchensorten sind laut Christopher Poggel Spekulatius und Nusssterne mit Vollmilch-Kuvertüre. Auch die vier Stollenkreationen sorgen für Gaumenfreuden.

Sein Bruder Robin Poggel ist ein bekennender Brotback-Fan. Und Geselle Lukas Schmidt, der das Duo seit dem Sommer verstärkt, backt ebenfalls leidenschaftlich gerne Plätzchen und Stollen. „Die Gewürze haben ihren eigenen, besonderen Charme“, findet er. „Es riecht immer anders in der Backstube.“
Während die Plätzchen im Ofen ihre Konsistenz erhalten, sind sich die drei Männer einig: „Es ist eine schöne und anstrengende Zeit.“ Das kann auch Mama Manuela bestätigen, die die leckeren Backwerke einige Meter entfernt verkauft.
Und nach den Weihnachtstagen? „Da schalten die Menschen sofort um und fragen nach Berlinern, Krapfen, Leckermäulchen und Mutzenmandeln, die von Silvester bis nach Karneval besonders beliebt sind“, schmunzelt Christopher Poggel.
