Update: Schienenersatzverkehr bis zum 20. Oktober auf der Ruhr-Sieg-Strecke

Einschränkungen betreffen RE 34 und RB 91


Topnews
Die havarierte Bahnbrücke in Kirchhundem wird inzwischen vermessen. von Nils Dinkel
Die havarierte Bahnbrücke in Kirchhundem wird inzwischen vermessen. © Nils Dinkel

Kirchhundem/Kreis Olpe. Bahnreisende im Kreis Olpe müssen sich weiterhin auf Busse statt Züge einstellen. Wegen der umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten auf der Ruhr-Sieg-Strecke bleiben mehrere Verbindungen noch bis zum 20. Oktober eingeschränkt.


In einer Pressemitteilung schreibt die Deutsche Bahn: „Ab Mittwoch, 7. Oktober, 3 Uhr, bis zunächst zum 20. Oktober, 23:59 Uhr, entfallen die Züge der Linie RE 34 zwischen Welschen-Ennest und Dortmund Hbf; die Züge der RB 91 entfallen zwischen Lennestadt-Altenhundem und Welschen Ennest.“

Zwischen Welschen-Ennest und Lennestadt müssen Fahrgäste auf den Schienenersatzverkehr umsteigen. Zudem verkehren die Busse stündlich bis nach Finnentrop, um zwischen Finnentrop und Siegen wieder zwei Verbindungen je Stunde anbieten zu können.

In Welschen Ennest, Kreuztal-Littfeld und Kreuztal-Eichen kommt es zu Gleisänderungen.

Ursprünglicher Artikel vom 28. September:

Besonders betroffen ist die RB 91. Die Linie fällt zwischen Welschen Ennest und Letmathe aus. Für die ausfallenden Zugverbindungen ist ein Schienenersatzverkehr (SEV) mit Bussen eingerichtet. Auch die RB 92 zwischen Finnentrop und Olpe fällt auf ihrem kompletten Linienweg aus. Hier verkehren ebenfalls Ersatzbusse.

Einschränkungen gibt es zudem beim RE 34. Dieser fällt bis mindestens 6. Oktober zwischen Siegen Hauptbahnhof und Dortmund Hauptbahnhof komplett aus. Als Ersatz verkehrt ein Direktbus zwischen Hagen Hauptbahnhof und Siegen Hauptbahnhof.

Hintergrund sind die seit Monaten laufenden Arbeiten entlang der Ruhr-Sieg-Strecke. Auf wechselnden Abschnitten werden unter anderem Gleise, Weichen und Oberleitungen sowie Brücken und Tunnel erneuert beziehungsweise modernisiert.

Plan mit missglücktem Brückeneinhub hinfällig

Die Einschränkungen sollen grundsätzlich noch bis Dezember 2026 andauern. Teilweise sollten auf der Ruhr-Sieg-Strecke zwar Züge verkehren, mit dem missglückten Brückeneinhub in Kirchhundem ist dieser Plan zunächst hinfällig.

Die havarierte Brücke ist laut eines Bahnsprechers inzwischen in ihre Herstelllage zurückgebracht worden (LokalPlus berichtete). Ab Montag, 28. September, soll sie vermessen werden. Allein dies soll etwa zwei Wochen dauern. Wie es nach dem 6. Oktober konkret weitergeht, ist derzeit noch offen.

Die Bahnbrücke in Kirchhundem ist in ihre Herstelllage gebracht worden. So sah es am Sonntag, 27. September 2026, auf der Baustelle aus. von Nils Dinkel
Die Bahnbrücke in Kirchhundem ist in ihre Herstelllage gebracht worden. So sah es am Sonntag, 27. September 2026, auf der Baustelle aus. © Nils Dinkel

Laut zuginfo.nrw hängt die Planung der weiteren Ersatzkonzepte von der aktuellen Brückenprüfung ab. Die Fahrgastinformation werde daher laufend aktualisiert. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt in den elektronischen Fahrplanauskünften über ihre jeweilige Verbindung informieren.

Eine Medienanfrage von LokalPlus an die Deutsche Bahn zum aktuellen Stand und zum weiteren Zeitplan blieb bislang ebenso unbeantwortet wie die Fragen nach dem Gesamtstand der Baumaßnahmen und der Dauer der halbseitigen Sperrung der B 517 im Bereich Heidschott.

Artikel teilen: