Update: Ermittler sehen keine Hinweise für vorsätzliche Tat
Explosion mit acht Verletzten in Kirchhundem
- Kirchhundem, 10.08.2026
- Blaulicht
- Von Nils Dinkelund Kerstin Sauer
Kirchhundem. Nach einer Explosion am Sonntagnachmittag, 9. August, in Kirchhundem haben sich die Ermittler zu einer möglichen Ursache geäußert. Außerdem haben sie eingeordnet, wo die Detonation genau erfolgte.

Update von Montag, 10. August, 12.10 Uhr:
Inzwischen haben die Kreispolizeibehörde Olpe, die Feuerwehr Kirchhundem sowie die Staatsanwaltschaft Siegen Stellung zur Explosion am Sonntagabend, 9. August, in Kirchhundem genommen. Demnach sei der Behörde gegen 16.50 Uhr eine Verpuffung/Explosion an der Flaper Straße gemeldet worden.
Laut Polizei habe diese sich im Keller des Hauses ereignet. Laut Polizei hätten Mitglieder des örtlichen „Böllerclubs“ mit Schwarzpulver hantiert. „Durch die Explosion wurden sechs Personen leichtverletzt. Zwei weitere Personen erlitten schwere, aber nicht lebensgefährliche Verletzungen“, so Polizei und Staatsanwaltschaft.
Im Rahmen des Einsatzes seien Kräfte der Kreispolizeibehörde Olpe, des Rettungsdienstes und der Feuerwehren Kirchhundem, Hofolpe und Oberhundem mit starken Kräften vor Ort gewesen.
„Zunächst räumten die Einsatzkräfte den Bereich und übernahmen die Versorgung der Verletzten. Entschärfungskräfte des Landeskriminalamtes Düsseldorf wurden angefordert, um den Bereich zu untersuchen. Die Entschärfungskräfte konnten schließlich mitteilen, dass keine weitere Explosionsgefahr bestand“, heißt es in einer Medieninformation.
Das Gebäude sei deshalb gegen 21.15 Uhr wieder freigegeben worden. Die Höhe des Sachschadens sei aktuell noch unbekannt.
Derzeit gibt es laut Polizei und Staatsanwaltschaft keine Hinweise, dass die Explosion vorsätzlich herbeigeführt wurde. „Inwieweit ein unsachgemäßer Umgang mit Sprengstoff eine Rolle gespielt hat, wird im Rahmen der Ermittlungen überprüft. Die Ermittlungen zur Ursache der Explosion dauern an“, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit.

Update von 19 Uhr:
Bei einer Explosion in einem Wohnhaus an der Flaper Straße in Kirchhundem sind am Sonntag, 9. August, acht Menschen verletzt worden. Nur wenige Meter entfernt findet das örtliche Schützenfest statt. Ein Entschärfer-Team des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf ist auf dem Weg zur Einsatzstelle.
Die Polizei-Leitstelle teilte auf Nachfrage von LokalPlus mit, dass die Vollsperrung der Flaper Straße zunächst aufgehoben werden soll, bis das Entschärfer-Team eingetroffen ist. Dann sei eine erneute Vollsperrung zu erwarten. Von insgesamt acht Verletzten hätten drei die Mitnahme ins Krankenhaus verweigert.
Eine verletzte Person sei vorsorglich in eine Spezialklinik nach Bochum geflogen worden. Unter den Verletzten seien keine Schwerstverletzten. Die Polizei konnte noch keine Angaben zur Explosionsursache nennen. Zeugen hatten zunächst einen lauten Knall wahrgenommen, ehe Rauch aus dem Gebäude aufstieg.
„Es ist noch keiner drin gewesen. Es geht auch keiner hinein, bis die Entschärfer vor Ort sind“, so die Polizei. Thomas Beckmann, Pressesprecher der Feuerwehr Kirchhundem, rechnet damit, dass es noch mehrere Stunden dauert, bis die Experten aus Düsseldorf eintreffen. Insgesamt vor Ort sind 60 Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Rettungsdienstes sowie des DRK.
Weitere Infos folgen voraussichtlich am Montag, 10. August.
Update von 17.55 Uhr:
Nach Angaben der Feuerwehr verletzten sich bei der Explosion insgesamt acht Menschen. Alle Betroffenen mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden. Eine Person kam aufgrund der Schwere ihrer Verletzungen mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik.
Die Feuerwehr rückte mit starken Kräften an. Ein Trupp ging zur Personenrettung in das Gebäude vor, während weitere Einsatzkräfte den Brandschutz sicherstellten. Wie Thomas Beckmann berichtete, war zuvor offenbar eine Rauchwolke aus dem Haus in unmittelbarer Nähe der Schützenhalle wahrgenommen worden.
Bemerkenswert war die schnelle Hilfe aus den Reihen der Schützen: Mehrere Festteilnehmer, die beruflich oder ehrenamtlich bei Feuerwehr und Rettungsdienst tätig sind oder als Hausärzte arbeiten, eilten umgehend zur Einsatzstelle und unterstützten dort.
Das betroffene Gebäude bleibt vorerst gesperrt. Die Einsatzkräfte warten auf einen Entschärfer des Landeskriminalamtes aus Düsseldorf. Nach bisherigen Erkenntnissen kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich in dem Haus noch brennbares oder anderweitig gefährliches Material befindet. Aus Sicherheitsgründen darf das Gebäude deshalb derzeit von niemandem betreten werden.
Das Schützenfest selbst wird unterdessen fortgesetzt. Trotz des umfangreichen Einsatzes läuft das Fest nach aktuellem Stand regulär weiter.
Ursprünglicher Artikel:
In einem Wohnhaus in Kirchhundem hat es offenbar am Sonntag, 9. August, eine Explosion gegeben. Es soll mehrere Verletzte geben. Zahlreiche Rettungskräfte sind vor Ort.
Gegen 16.50 Uhr ist die Feuerwehr der Gemeinde Kirchhundem zu einem Massenanfall von Verletzten alarmiert worden. Zuvor soll es zu einer Explosion in einem Wohnhaus an der Flaper Straße – nur wenige Meter vom Schützenfest entfernt – gekommen sein.
Die Polizei-Leitstelle bestätigte auf LokalPlus-Nachfrage einen Einsatz. Was genau, sei jedoch noch offen. Es könnte sich nach erster Einschätzung um eine Verpuffung gehandelt haben. Die Polizei bestätigte, dass es mehrere Verletzte geben soll. Sie seien jedoch alle ansprechbar.
Mindestens fünf Rettungswagen und zahlreiche Feuerwehrleute sind vor Ort. Ein Hubschrauber ist angefordert. Aktuell werden Landemöglichkeiten ausgelotet. Wegen des Großaufgebots an Einsatzkräften ist die Flaper Straße beidseitig vollgesperrt.
