Osterbrunnen Welschen Ennest setzt erneut ein buntes, fröhliches Zeichen
Viele Hobbykünstler beteiligt
- Kirchhundem, 24.03.2021
- Dies & das
- Von Nicole Voss
Welschen Ennest. „Hab' meinen Wagen voll geladen..." - davon konnte auch Reinhard Hesse in den vergangenen Tagen ein Lied singen. Viele bunte Eier transportierte der Vorsitzende der Dorf AG Welschen Ennest zum Osterbrunnen. Am Dienstag, 23. März, konnte der fertige Osterbrunnen dann eingeweiht werden.

Die Segnung des Schmuckstücks - ein absoluter Blickfang in der Ortsmitte - mit der Rekordzahl von 1500 bunt bemalten Eiern übernahmen der katholische Pfarrer Heinrich Schmidt und sein Amtskollege Jochen Ahl, Pfarrer der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Krombach, zu der Welschen Ennest gehört.


Der Osterbrunnen mit der Marienstatue in der Mitte soll ein aufmunterndes Zeichen in diesen schwierigen Zeiten setzen und das Brauchtum aufrecht erhalten. Auch Bürgermeister Björn Jarosz zeigte sich bei der Einsegnung des Schmuckstücks begeistert, sowohl von dem Engagement der Bürger als auch von dem Ergebnis.
Mit Begeisterung bemalten und gestalteten zahlreiche Osterbrunnen-Freunde in den vergangenen Wochen die 300 zusätzlichen Eier. Die vorhandenen bunt verzierten Eier wurden aus dem „Sommer-Winterquartier“ geholt, kontrolliert und falls nötig nachgearbeitet.

Im vergangenen Jahr zierten den Osterbrunnen 1200 Eier. Während bei der Premiere im Jahr 2019 noch eine große Eröffnungsfeier mit den Kindern der Kindergärten und der Grundschule – die wieder aktiv bei der Gestaltung beteiligt waren – stattfand, eine Flötenspielgruppe für die musikalische Umrandung sorgte und sich viele Künstler und Interessierte über den schönen Anblick freuten, mussten die Verantwortlichen bereits im vergangenen Jahr zurück rudern. Auch in diesem Jahr fand die Eröffnung im kleinen Rahmen statt.
Die Modalitäten für die Eröffnung wurden bei den Verantwortlichen diskutiert, und die Optimisten setzten sich durch. „Wir bauen auf, um gerade in dieser belastenden Corona-Zeit ein buntes, fröhliches, österliches Zeichen zu setzen“, hatte Reinhard Hesse bereits im vergangenen Jahr betont, und seine Worte haben erneut Gültigkeit. Der Brunnen kann bis zum 15. April bewundert werden.
Osterbrunnen ist in anderen Regionen ein Brauchtum
Ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz stammend, hat sich der Brauch, in der Zeit vor Ostern öffentliche Dorfbrunnen mit bemalten Ostereiern und anderen Verzierungen als Osterbrunnen zu schmücken, seit den 1980er-Jahren auch in weiten Teilen Süd-, Mittel- und Ostdeutschlands verbreitet.
Die Anordnung der Ostereier erinnert meist an die Form einer Krone und wird deshalb auch Osterkrone genannt. Diese dient nicht überall zur Dekoration eines Brunnens, sondern wird auch an anderen geeigneten öffentlichen Plätzen aufgehängt oder aufgestellt. (Quelle: Wikipedia)
