Neuer Geschäftsführer für Heinsberger Dorfladen gesucht

Besitzer plant Umgestaltung


  • Kirchhundem, 31.08.2018
  • Von Madeleine Hellenthal
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Die Heinsberger hoffen, dass sich noch ein neuer Geschäftsführer für den örtlichen Dorfladen findet. von Madeleine Hellenthal
Die Heinsberger hoffen, dass sich noch ein neuer Geschäftsführer für den örtlichen Dorfladen findet. © Madeleine Hellenthal

Heinsberg. Der Dorfladen in Heinsberg braucht einen neuen Geschäftsführer: Bisher wurde der „Nah & frisch Markt“ von der Familie Völmicke betrieben – ab September sucht Valentin Stirz, seit vier Jahren der Besitzer des Gebäudes an der Talstraße 86 in Heinsberg, einen Nachfolger.


„Das Geschäft gibt es schon immer“, so Valentin Stirz. Vor vier Jahren übernahm Marco Völmicke den Laden von seinem Vater, der ihn wiederum nach seinem Vater weitergeführt hatte. Da der Junior sich aber stärker auf den Partyservice und seine Metzgereien in Maumke und Langenei konzentrieren möchte, entschied er sich, den Laden nicht weiterzuführen.
Wenig Resonanz
Ab Ende September soll optimalerweise ein neuer Geschäftsführer den Laden übernehmen. Schon seit Mai sucht der Vermieter daher nach einem Nachfolger. Bis auf einen ortsansässigen Interessenten hat sich bisher allerdings niemand gemeldet. Nach wie vor hält Valentin Stirz daher Ausschau nach einem Mieter und Geschäftsführer für den 435 Quadratmeter großen Gebäudeteil mit einem 30 bis 35 Quadratmeter großen Außenbereich. Meldet sich niemand für die Geschäftsführung, übernimmt Stirz gemeinsam mit seiner Frau diesen Posten und sucht  dann einen Geschäftsleiter.

Der Angestellte in der Logistik-Abteilung der Krombacher Brauerei hat noch nie einen Laden geführt. Daher wäre es, so sagt er, für ihn auch nicht einfach, den Betrieb zu übernehmen. Das Haus leerstehenlassen wolle er allerdings auch nicht. „Im Interesse der Heinsberger“ versuche er alles, den Laden zu erhalten.

Der „Nah & frisch Markt“ hat „alles für den Alltag, die Leute fühlen sich wohl“, weiß Stirz. Neben einer Wurst- und Käsetheke, einer Kühlwarenabteilung, frischem Obst und Gemüse hat das Geschäft noch einen Getränkemarkt und eine Postannahmestelle zu bieten. Die Kunden kommen nicht nur aus Heinsberg, sondern auch aus dem Siegerland, um hier einzukaufen.
„Wir wollen das Geschäft behalten“
Auch die Heinsberger Anwohner betonen, dass eine Schließung des Ladens ein „großer Verlust“ für den Ort wäre. „Wir wollen das Geschäft behalten“, sagt eine Heinsbergerin im Gespräch mit LokalPlus. Und ein anderer fügt hinzu: „Es muss sich einer finden“. Früher so erzählt er, habe es drei bis vier Lebensmittelgeschäfte in Heinsberg gegeben – heute existiere nur noch dieses. Besonders für die älteren Bewohner des Dorfes, die kein Auto besitzen, sei der Laden wichtig.

Sollte das Ehepaar Stirz die Geschäftsführung übernehmen, planen sie, den Laden von Grund auf zu renovieren und auch das Sortiment zu erweitern. Zuvor solle allerdings ein Ausverkauf stattfinden. „Das bedeutet dann aber nicht, dass der Laden endgültig schließt“, so Valtentin Stirz.
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Für das „neue“ Geschäft stellt sich Stirz eine Fischtheke vor, möchte die Wurst- und Käsetheke entfernen, eine Brotbackmaschine, wie sie in anderen Supermärkten bekannt ist, dem Laden hinzufügen und mehr Vielfalt im Getränkelager bieten. Die Post, die seit gut einem Jahr da ist, soll bleiben. Dazu möchte der Besitzer vier Verkäufer auf 450 Euro-Basis im Geschäft anstellen.

Nach einem Jahr will Stirz dann  eine Zwischenbilanz ziehen. „Wenn der Absatz zu gering ist, dann schließe ich den Laden endgültig und vermiete den Gebäudeteil für ein anderes Gewerbe.“
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