Menschenkette gegen Rassismus: Kerzenlichter als Zeichen für Toleranz

Bunter Kreis auf dem Schulhof der SHL


  • Kirchhundem, 20.03.2024
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  • Von Christine Schmidt
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Wochen gegen Rassismus: Auf dem Schulhof der SHL hat sich am Dienstag, 19. März, eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen. von Tine Schmidt
Wochen gegen Rassismus: Auf dem Schulhof der SHL hat sich am Dienstag, 19. März, eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen. © Tine Schmidt

Kirchhundem. Ein Zeichen gegen Rassismus gesetzt, das haben am Dienstag, 19. März, Kinder und Erwachsene in Form einer Lichter-Menschen-Kette. Anlass sind die Wochen gegen Rassismus vom 10. bis 24. März. Am Eingang der Sekundarschule Hundem-Lenne in Kirchhundem hatten sich zahlreiche Bürger zusammengefunden.


Bunte Plakate und Flaggen zierten den sonst eher grauen Schulhof und Botschaften wie „Gemeinsam für mehr Vielfalt“ und „Kein Mensch ist illegal“ verdeutlichen die Intention der Teilnehmer. Ausgestattet mit kleinen Teelichtern bildete sich ein großer Kreis.

„Wir reichen uns das Licht weiter als Zeichen des Mutes“, sagte ein junges Mädchen. „Und wir reichen das Licht weiter als Zeichen der Liebe, dass wir alle einzigartig sind.“

Wochen gegen Rassismus: Auf dem Schulhof der SHL hat sich am Dienstag eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen. von Tine Schmidt
Wochen gegen Rassismus: Auf dem Schulhof der SHL hat sich am Dienstag eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen. © Tine Schmidt

Zuvor hatte Bürgermeister Björn Jarosz das Wort: „Ausgrenzung darf keinen Platz, wirklich gar keinen Platz in unserer Gesellschaft haben.“ Auch wenn manch einer Angst vor neuen Sitten und Gebräuchen habe, sei es wichtig, diese Ängste aufzulösen und sich damit auseinanderzusetzen. Vorbehalte durch Unwissenheit müssten im Gespräch abgebaut werden.

Jarosz bezog sich auf das Zitat, das einst Sophie Scholl sagte: „Man darf nicht nur dagegen sein, man muss auch etwas tun“. Deshalb sei es so wichtig, mit dieser Aktion ein Zeichen zu setzen. „Wir sind nicht machtlos. Wir dürfen nicht müde werden, um für eine bunte Gesellschaft zu kämpfen“, so der Bürgermeister. Vor allem die Anwesenheit vieler junger Teilnehmer machten ihm Mut und ließen hoffen.

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Wochen gegen Rassismus: Auf dem Schulhof der SHL hat sich am Dienstag eine Menschenkette gebildet, um ein Zeichen zu setzen.

Initiiert wurde die Aktion sowie die verschiedenen Aktion der Wochen gegen Rassismus von der Gemeinde Kirchhundem, dem Caritasverband Olpe, dem Geistlichen Zentrum Kohlhagen, dem Kulturgut Schrabben Hof, der Sekundarschule Hundem-Lenne, der Initiative „Es tut sich was!“ und der Katholischen Arbeitnehmerbewegung KAB.

Karolin Schmidt, Leiterin des Caritaszentrums Kirchhundem, war sofort angetan von der Idee. Die Caritas stehe für Menschlichkeit und Integration. Menschen, egal welchen Alters, Religion, Sexualität, Nationalität usw. seien willkommen. Es sei schön, hier auf dem Schulhof Seite an Seite zu stehen, um gemeinsam ein Zeichen gegen Rassismus und für Toleranz tu setzen.

Passend dazu fand auch das Friedenskreuz von Werner Hesse einen Platz in der Runde. Pastor Gröne sowie der ukrainische Pastor Vladimir Drebot sprachen den Segen aus.

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