Melina Schöttes beendet Rollski-Weltcup als Siebte
Wettkampfserfolg in Italien
- Kirchhundem, 25.09.2026
- Sport
Ziano di Fiemme/Oberhundem. Nur zwei Wochen nach der Rollski-Weltmeisterschaft in Lettland hat für Melina Schöttes kürzlich das nächste Großereignis angestanden. Beim Weltcup-Finale im italienischen Ziano di Fiemme wollte die 28-jährige Oberhundemerin ihr großes Saisonziel erreichen: einen Platz unter den besten Zehn der Gesamtwertung. Am Ende gelang ihr sogar der Sprung auf Rang sieben.

Drei Wettkämpfe an drei Tagen warteten auf Schöttes. Zum Auftakt ging es im Massenstart über zehn Kilometer in klassischer Technik hinauf zur Alpe Cermis. Besonders die letzten drei Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von mehr als elf Prozent verlangten den Athletinnen alles ab.
Nach 54:34,9 Minuten erreichte Schöttes erschöpft, aber erfolgreich als Neunte das Ziel. Den Sieg holte sich die norwegische Weltmeisterin und Gesamtweltcup-Führende Ragnhild Aarekol. Auch im Sprint am Samstag bekam es Schöttes mit der Norwegerin zu tun.

Nach erfolgreicher Qualifikation traf die Physiotherapeutin im Viertelfinale ausgerechnet auf Aarekol und musste sich auf den letzten Metern knapp geschlagen geben. Wie bereits bei der Weltmeisterschaft bedeutete das für die Oberhundemerin Rang sieben.
„Heute war es noch knapper als in Lettland. Wäre ich nur 0,2 Sekunden in der Qualifikation langsamer gewesen, wäre ich da schon ausgeschieden“, berichtete Schöttes. Sie habe sich zwar etwas mehr ausgerechnet, sei angesichts der minimalen Abstände aber „mit dem siebten Platz absolut zufrieden“.
Mit den beiden Top-Ten-Ergebnissen verbesserte sich Schöttes in der Gesamtweltcupwertung auf Rang sieben. Unter 90 gewerteten Sportlerinnen war sie damit die beste Deutsche. Auch im Sprintweltcup schaffte sie den Sprung unter die besten Acht der Saison.
Zum Abschluss stand am Sonntag der Teamsprint auf dem Programm. Gemeinsam mit Hanna Richter aus Lenggries vertrat Schöttes den Deutschen Skiverband. Beide mussten jeweils dreimal 2,2 Kilometer absolvieren. Bis zur Rennmitte hielt das deutsche Duo Anschluss an die Medaillenplätze.





In den letzten Runden entwickelte sich ein Zweikampf mit Norwegen um Rang vier. Am letzten Anstieg musste Schöttes als Schlussläuferin die Norwegerinnen ziehen lassen. Deutschland belegte schließlich Rang fünf, Schweden gewann.
„Nach dem eher schlechten Saisonstart in Schweden konnte ich mich kontinuierlich steigern und in Lettland mein bisher bestes Einzelergebnis bei einer WM erzielen“, zog Schöttes Bilanz. „Mit Platz sieben im Gesamtweltcup bin ich auf jeden Fall zufrieden, auch vor dem Hintergrund, dass die meisten meiner Konkurrentinnen Profis sind.“
Ob für die Oberhundemerin in diesem Jahr noch weitere Rollski-Rennen folgen, ist offen. Möglich wäre ein Start beim Finale der DSV-Skimarathonserie Mitte Oktober in Thüringen. Dort liegt Schöttes nach zwei Siegen derzeit auf Rang zwei der Gesamtwertung.
