Marcel Fischer aus Hofolpe mit Spießrutenlauf bei Deutscher Post
„Wo ist mein Einschreiben?“
- Kirchhundem, 29.08.2018
- Von Nils Dinkel
Hofolpe. Der 19-jährige Marcel Fischer aus Hofolpe ist sauer: Vor einigen Wochen hatte er im Internet ein Auto aus Bergkamen gekauft. Der Verkäufer sandte den Fahrzeugbrief per Einschreiben mit der Deutschen Post zu. Darauf wartet Fischer bis heute. Beruflich ist Fischer jedoch auf das Fahrzeug angewiesen.

Hier stand Fischer jedoch vor verschlossenen Türen. „Die Filiale hatte für drei Wochen geschlossen“, so Fischer. Als nächste Filiale wurde ihm die Post in Altenhundem vorgeschlagen. Aber auch hier war sein Einschreiben mit dem Fahrzeugbrief, der für die Kfz-Anmeldung unabdingbar ist, nie angekommen.

Auch der Verbraucherzentrale habe er seinen Fall geschildert. Aber auch hier mahlen die Mühlen langsam. Fischer jedenfalls ist froh, wenn der Spießrutenlauf endlich ein Ende hat und endlich mit seinem neuen Auto fahren kann. „Ich bin schon sauer. Man kauft sich ein Auto, um es dazuhaben. Man kauft es und man braucht es“, so der Hofolper abschließend.
Da das Geschäft von einem Einzelhändler betrieben werde, sei natürlich in diesem Fall mit einem Schlüssel nicht zu rechnen gewesen und die Lieferungen könnten nur während der Öffnungszeiten gebracht und geholt werden. „Wir versuchen so zu handeln, dass der Kunde nicht hinterher laufen muss. Irgendwie hat das nicht geklappt“, so Böhm. Bei der Filiale scheine es sich um einen Interimsstandort zu handeln. Einen Ersatz zu finden sei nicht immer einfach.
„Diesen Schaden können wir leider nicht heilen. Der Versender muss die Sendung nochmal neu auf die Reise geben, damit die Sendung dann zugestellt werden kann. Da hat jemand tief und fest geschlafen und das hätte nicht sein sollen“, so der Post-Pressesprecher. „Ich entschuldige mich in aller Form und werde an entsprechender Stelle darauf hinweisen, dass das nicht mehr passieren darf“.
