Erzbistum Paderborn plant in Kohlhagen ein Geistliches Zentrum
2019 soll gebaut werden
- Kirchhundem, 29.08.2018
- Von Christine Schmidt
Kohlhagen. Frischer Wind für Kohlhagen: Dort soll im nächsten Jahr ein Geistliches Zentrum entstehen. Um dem Glauben in Südwestfalen mehr Bedeutung zu geben, hat das Erzbistum Paderborn in Zusammenarbeit mit dem Kirchenvorstand des Kohlhagens, dem zuständigen Pfarrer Heinrich Schmidt und den Pallottinern ein Konzept entwickelt. 2019 sollen die Bagger anrollen.

Mit dem Bauvorhaben soll dort ein „Leuchtturmprojekt“ umgesetzt werden, betont der 2. Vorsitzende Ludwig Hellenthal. Aber was genau bedeutet der weitläufige Begriff „Geistliches Zentrum“ überhaupt? Geplant sind Veranstaltungen rund ums Thema Glauben: Wallfahrten, Lehrgänge, Meditationen, Treffen, Seminare – also alle möglichen Angebote. Um dieses Vorhaben umsetzen zu können, soll ein neues Gebäude unterhalb des Küsterhauses entstehen. Der Entwurf dazu hängt bereits in den Pilgerräumen aus.
Das geistliche Angebot übernehmen zwei Pallottiner, die ab November nach Kohlhagen ziehen und somit der „geistliche Motor“ an diesem Ort werden, erklärt Exner. Pater Siegfried Modenbach und Jürgen Heite hatten bisher das katholische Forum in Dortmund geleitet. Sie übernehmen nun den Part der Dernbacher Schwestern, die Anfang November den Kohlhagen verlassen werden.
„Das war unsere Bedingung“, unterbricht Exner, „die Schwestern durften von Paderborn nicht vertrieben werden.“ Denn das Erzbistum hatte den Kirchenvorstand um Einwilligung für das geplante Vorhaben gefragt. Die Entscheidung hing also von dem Vorstand ab.
„Wir konnten uns das gut vorstellen“, betonen beide. „Man kann nicht ewig in alten Suppen rühren“, sagt Hellenthal mit einem Lächeln. Das sei der Schub in die richtige Richtung. Und auch von vielen Bürgern seien bislang viele positive Rückmeldungen gekommen.
Allen Beteiligten war wichtig, vor allem das charakteristische Bild der Wallfahrtskirche mit dem Küsterhaus nicht zu stören. Kritisch wurden dann von rund 20 Leuten die zehn Vorschläge der Architekten begutachtet und neutral bewertet. „Sieger“ des Wettbewerbs: die Gruppe MDK Münster + Ingenieure. Dieses Modell sei herausgestochen, da das neue Gebäude kaum auffalle, erklärt Exner die Entscheidung. Da das „GZ“ unterhalb des jetzigen Küsterhauses auf einer Wiese entsteht, falle es nicht in das Gesamtbild der anderen Bauwerke. Die konkreten Planungen sind jedoch nicht abgeschlossen. Wie es im Inneren gestaltet wird, entscheiden die Pallottiner.
Für alle Bürger soll es Anfang Oktober eine Versammlung geben, in der über das Vorhaben detailliert informiert wird.
