„Eine große Nacht der Musik“ zum Auftakt der Kulturwoche
Musikalische Vielfalt begeistert 300 Zuhörer
- Kirchhundem, 30.08.2026
- Kultur
- Von Teresa Spies
Oberhundem. Musikalische Vielfalt erlebten die Besucher am Samstag, 29. August, bei „Eine große Nachtmusik“ zum Auftakt der Kulturwoche von „Lennestadt feiert“ in der Dorfgemeinschaftshalle Oberhundem. Rund 300 Gäste folgten der Einladung, um gemeinsam einen Abend unter dem Motto „Toleranz und Vielfalt“ zu verbringen.

Es ist Punkt 19 Uhr. Im Saal ist es still. Nur Schritte sind zu hören. Neun Männer – darunter Lennestadts Bürgermeister Tobias Puspas – betreten mit ihren Instrumenten die Bühne. Der erste Ton erklingt. Das Publikum ist entzückt. Es handelt sich um das Bläsercorps des Hegerings Bilstein, das die große Nacht der Musik an diesem Abend mit seinen Stücken eröffnet.
Es folgen einige verzaubernde Stücke, bevor die Leiterin der Musikschule Lennestadt-Kirchhundem, Christa Maria Jürgens, die Bühne betritt und das Publikum begrüßt. Dabei erzählt sie, dass normalerweise die Adolphsburg in Oberhundem als Kulisse und Bühne der großen Nacht der Musik dienen sollte. Aufgrund der Wettervorhersagen wurde das Event jedoch in die Schützenhalle verlegt – zum Glück.
Passend zu Beginn des Konzerts bewahrheiten sich die Prognosen und es regnet: „Ich war noch nie so dankbar dafür, dass es regnet“, scherzt Jürgens bei ihrer Begrüßung. Sie betont außerdem die Bedeutung von Toleranz und Vielfalt, die an diesem Abend im Vordergrund stehen sollen.

Auch die Lennestädter und Kirchhundemer Bürgermeister Tobias Puspas und Björn Jarosz richten sich an die zahlreichen Zuhörer. Sie verweisen auf die interkommunale Zusammenarbeit und wünschen allen eine Nacht voller musikalischer Vielfalt. Nach dem Einstieg folgen die Gäste mit der weitesten Anreise: der Kinderchor von Lennestadts Partnerstadt Çaycuma. Er bringt das Publikum zum taktmäßigen Klatschen und entführt die Zuhörer mit seinen türkischen Liedern auf eine musikalische Reise.
Neben weiteren Chören wie dem Jugendchor „SpontiCo“ der Chorjugend Grevenbrück, dem Frauenchor „ChorEffekt“ Heinsberg, dem Männerchor „VocalArt“ Ottfingen sowie dem Pop- und Gospelchor „Just For Fun“ aus Lennestadt, begeisterten auch die Band „Buenos NOJAZZ“, das Klezma Lena Reichling (Klarinette) und Michael Nathen (Klavier), das Improtheater in Regie von Simon Dworaczek und die kolumbianische Künstlerin Carolina Riano mit ihren Stücken und sorgen für einen abwechslungsreichen Abend.
Das Publikum zeigt sich mit tosendem Applaus durchweg begeistert und meistert auch kleine Aufgaben wie Lachen sowie „sch“- oder „biep“- Geräuschen, die von den Künstlern gefordert werden.





Ein weiteres Highlight des Abends ist eine Live Mal-Session des Künstlers Sami Geberemariam, dessen Kunstwerke an diesem Abend als Deko ausgestellt und käuflich erworben werden können. Eines dieser Werke entsteht während des Konzerts und kann schließlich spontan von den Bürgermeistern Puspas und Jarosz für 270 Euro an einen Zuhörer versteigert werden. Der Erlös soll dem Kinder- und Jugendhospiz Olpe oder dem St. Elisabeth Hospiz Altenhundem zugutekommen.

Auf „Eine Große Nachtmusik“ folgen weitere Highlights der Kulturwoche: Die Philharmonie Südwestfalen lädt für Sonntag, 6. September, ab 17 Uhr zum Konzert „SINN(E) – die Welt vom Du und Ich“ in die Schützenhalle nach Grevenbrück ein.

Am Dienstag, 8. September, ab 19 Uhr findet das Abschlusskonzert der „Meisterklasse Gesang“ unter der Leitung der international gefeierten Mezzosopranistin Michaela Schuster im KulturBahnhof Grevenbrück statt.
